Kopfstoß gegen Rettungssanitäter

Foto: ©Christian Schwier/stock.adobe.com

LKR. AMBERG-SULZBACH. Am Mittwochmorgen wurde eine Dame per Gerichtsbeschluss in ein Krankenhaus gebracht und die anordnende Behörde bat die Polizei um Hilfe.


Der Transport sollte mit einem Krankenwagen in Begleitung der Polizei erfolgen und die betroffene Dame zeigte sich einsichtig und sehr kooperativ. Ihr 32-jähriger Mitbewohner allerdings, der in ihrer Abwesenheit die Wohnung verlassen sollte, gefiel die Situation überhaupt nicht. Auch nach mehrfacher Aufforderung der Wohnungseigentümerin wollte er nicht gehen und redete sich in Rage. Die Polizeibeamten sprachen ihm daraufhin einen Platzverweis aus, auf den er nicht reagierte.

Er wurde zunehmend aggressiver und als ein 36-jähriger Rettungssanitäter beruhigend mit ihm reden wollte, gab er ihm unvermittelt einen Kopfstoß ins Gesicht. Daraufhin wurde er von den Polizeibeamten sofort auf den Boden gedrückt und nach heftigen Widerstand gefesselt. Der Mann biss dabei zwei Beamte und trat mit den Beinen mehrfach zu. Alles unter wüsten Beleidigungstriaden und Morddrohungen. Auf Grund der akuten Fremdgefährdung und des psychischen Ausnahmezustands musste er in das Bezirkskrankenhaus eingeliefert werden.

Ergebnis des Einsatzes: Ein verletzter Rettungssanitäter und zwei verletzte Polizeibeamte. In diesem Fall werden zahlreiche Delikte geführt. Darunter der tätliche Angriff auf den Rettungssanitäter, der laut neuem Straftatbestand „Tätlicher Angriff auf Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichstehen“ heißt. Dieser Straftatbestand wurde erst vor 2 Jahren aufgrund der Übergriffe auf Hilfeleistende der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes oder eines Rettungsdienstes eingeführt und wird leider immer öfter Realität.