Autofahrer erschießt sich bei Polizeikontrolle

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WERNECK, LKR. SCHWEINFURT. Eine Fahndungsstreife der Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck hat am späten Mittwochabend auf der A70 ein Auto aus dem Verkehr gezogen, das wegen Unterschlagung gesucht worden war. Unmittelbar nach der Anhaltung fügte sich der Mann am Steuer eine Schussverletzung zu. Der sofort alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.


Gegen 22.30 Uhr geriet das Auto ins Visier der Streifenbesatzung. Die Beamten winkten den Fahrer heraus, der seinen Wagen ohne Auffälligkeiten zum Stillstand brachte. Als die Polizisten an das Fahrzeug herantraten, saß der 43-jährige Fahrer aus dem Landkreis Harz bereits regungslos am Steuer des verschlossenen Autos. Er hielt eine Schusswaffe in seiner Hand, mit der er sich offenbar kurz zuvor die tödliche Schussverletzung zugefügt hatte. Die Streifenbesatzung schlug eine Seitenscheibe ein und sicherte die noch geladene Waffe. Der Fahrer zeigte hierbei keine Reaktion. Die Beamten forderten unverzüglich den Rettungsdienst und einen Notarzt an. Allerdings kam für den Mann jede Hilfe zu spät. Er war sofort tot.

Die Ermittlungen in Zusammenhang mit der Selbsttötung übernahm noch am Abend die Kriminalpolizei Schweinfurt. Was den Mann zu seinem Handeln bewegt hat, ist derzeit noch unklar. Die geladene Pistole, die der Verstorbene in seiner Hand hielt, wurde sichergestellt. Darüber hinaus endeckten die Beamten in dem Auto verschiedene Aufbruchswerkzeuge und Sturmhauben, die ebenfalls sichergestellt wurden. An dem unterschlagenen Auto waren zudem entwendete Kennzeichen angebracht.

Das Fahrzeug wurde abgeschleppt und zur Polizeidienststelle gebracht. Ob es einen Zusammenhang zu vorangegangenen Einbruchs- oder Eigentumsdelikten gibt, ist noch Gegenstand der andauernden Ermittlungen.