Hof: Frau findet schwer verletzte Schildkröte beim Gassi-Gehen

Foto: Tierheim Hof Erlalohe

HOF. In Tauperlitz findet eine Frau eine verletzte Schildkröte. Dem Reptil fehlt ein Vorderbein und es hat mehrere Verletzungen. Was oder wer hat die Schildkröte so zugerichtet?


Es war ein schlimmer Anblick für die Mitarbeiter des Tierheimes Erlalohe. Vor ein paar Tagen hat eine Frau eine verletzte Schildkröte zu den Tierschützern gebracht. „Die Schildkröte war voller Blut und ihr fehlte ein Vorderbein“, berichtet Tanja Bujak, stellvertretende Vorsitzende des Tierschutzvereins. Die Finderin entdeckte das verletzte Reptil kurze Zeit zuvor beim Gassi-Gehen. Anscheinend war die Schildkröte ihrem Besitzer ausgebüxt.

Die Verletzungen waren massiv: Die Schildkröte hatte ein abgetrenntes Vorderbein, an anderen Beinen fand man weitere, kleinere Wunden. „Ein Tierarzt hat das verletzte Reptil sofort untersucht und ihm schmerzlindernde Medikamente verabreicht“, berichtet Tanja Bujak. Der Tierarzt sei sich sicher gewesen, dass die Wunden ziemlich frisch sein mussten. Doch wer oder was hat die Schildkröte so zugerichtet? Zuerst vermuten die Tierschützer einen Rasenroboter: „Diese Geräte sind sehr scharf und damit sehr gefährlich für kleine Tiere“, sagt Tanja Bujak. Meldungen über schwere Verletzungen bei Igeln und Co. hätten in den vergangenen Monaten zugenommen.

Der Tierarzt schließt aber auch lebende Angreifer nicht aus: Auch ein Fuchs oder ein Dachs könnte solche Verletzungen zufügen. „Wenn die Tiere im Jagdmodus sind, können sie auch Schildkröten angreifen“, sagt die Hofer Tierschützerin.