Hirschauer Stadtparkteich als Mülleimer missbraucht: Mehr als 50 Fische sterben qualvoll

Foto: Monika Reindl, Stadt Hirschau

HIRSCHAU, LKR. AMBERG-SULZBACH. Nachdem immer mehr Fische im Hirschauer Stadtparkteich mit dem Bauch nach oben geschwommen sind und sich auch der Gestank des Teiches immer mehr verstärkt hat, haben vergangene Woche die Mitarbeiter des Bauhofes das Wasser des Teiches abgelassen, um dem Fischsterben auf den Grund zu gehen.


Der Anblick der sich ihnen dann bot war verheerend. Der gesamte Teichboden war von unzähligen gefüllten Hundekotbeuteln übersät. Der nach und nach austretende Hundekot hatte das Wasser verschmutzt und die Fische so langsam eines qualvollen Todes sterben lassen.

Erster Bürgermeister Hermann Falk und Bauamtsleiter Thomas Dotzler zeigten sich entsetzt. Es sei natürlich löblich, dass die Hirschauer Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Hunde ordnungsgemäß aufsammelten, doch diese dann in ein Biotop mit Lebewesen zu werfen, sei definitiv der falsche Weg. Besonders ärgerlich deswegen, da sich direkt am Stadtparkteich ein Mülleimer befindet.

Keine Woche später bietet sich nun wieder dasselbe Bild. Unzählige gelbe Kotbeutel schwimmen im Wasser und auch ganze Laibe altes und teilweise sogar verschimmeltes Brot werden hier entsorgt, schon wieder sind mehr als zehn Fische qualvoll verendet.

„Es ist traurig, dass Tierbesitzer so verantwortungslos handeln und mit ihrem Verhalten nicht nur unserer Umwelt, sondern auch den Tieren erheblichen Schaden zufügen.“ meint Hermann Falk traurig. Gerade in Zeiten in denen Umweltschutz und der Erhalt unserer schönen Natur so großgeschrieben wird, sind solche Handlungen einfach nicht nachvollziehbar. Und in diesem Fall die Tiere die Leid tragenden.