Schwerverletzter bei Fahrrad-Sturz: Zwei-Promille-Freund greift Retter an

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HOF. Am 30.7.2019 verletzte sich ein Radfahrer bei einem Sturz schwer. Dessen mit zwei Promille angetrunkener Freund behinderte die Rettungsarbeiten und griff Beamte an.


Lebensgefährliche Kopf- und Gesichtsverletzungen zog sich am Dienstagabend ein 20-jähriger Mann aus Helmbrechts zu, nachdem er ohne Fremdeinwirkung mit seinem Fahrrad im Umfeld des Hofer Volksfestes stürzte. Sein 24-jähriger Begleiter behinderte im Anschluss daran die Rettungskräfte und griff Polizeibeamte an. Gegen ihn wird nun strafrechtlich ermittelt.

Gegen 23 Uhr fuhr der junge Mann im Bereich des Vorplatzes zum Festgelände mit seinem BMX-Rad umher und kam aus bislang unbekannten Gründen zu Sturz. Der 20-Jährige, der keinen Helm trug, fiel dabei so unglücklich, dass er sich die schweren Verletzungen zuzog und sofort bewusstlos war. Sein Freund blieb unterdessen bei ihm und wartete auf die alarmierten Rettungskräfte.

Weil er nach deren Eintreffen nicht von dem Gestürzten abließ und die medizinische Versorgung behinderte, forderten ihn die gleichzeitig verständigten Hofer Polizisten auf, vom Verletzten zurückzutreten. Da gutes Zureden nicht half, führten die Ordnungshüter den nun aggressiven 24-Jährigen vom Unfallort weg und erteilten ihm einen Platzverweis.

Der mit rund zwei Promille Betrunkene griff daraufhin die Beamten an, sodass die Polizisten unmittelbaren Zwang einsetzen mussten und den in Hof lebenden Mann in Gewahrsam nahmen. Einer der Beamten erlitt dabei leichte Verletzungen.

Nach einer Blutentnahme und der Ausnüchterung in einer Polizeizelle durfte der 24-Jährige seinen Heimweg antreten. Er muss sich demnächst wegen mehrere Straftaten vor der Justiz verantworten.

Den verletzten Radfahrer brachte ein Rettungshubschrauber noch in der Nacht in eine Spezialklinik. Nach bisherigen Erkenntnissen befindet er sich nicht mehr in Lebensgefahr.