Lauf: Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Fahrraddiebstahl

Symbolbild

LAUF. A. D. PEGNITZ. Die Polizei in Lauf startet am Samstag, den 13.07.2019, eine Codieraktion für Fahrräder. Die Aktion läuft von 09:30 bis 13 Uhr in Lauf am Oberen Marktplatz


Seit Jahren sind die Fallzahlen von Fahrrad-Diebstählen unverändert hoch. In den vergangenen zehn Jahren registrierte die Polizei pro Jahr immer über 300.000 Fälle von Fahrrad-Diebstählen. Dabei ist es gar nicht so schwer, Fahrräder gegen Diebstahl zu sichern. Zum Beginn der Fahrradsaison gibt die Polizei Tipps, wie Radler mit einfachen Maßnahmen ihre Drahtesel vor Diebstahl schützen können.
Der beste Diebstahl-Schutz ist ein stabiles Fahrradschloss, zum Beispiel ein Bügel- oder Panzerkabelschloss. Beim Kauf sollte man unbedingt auf „geprüfte Qualität“ und hochwertiges Material (durchgehärteten Spezialstahl) sowie massive Schließsysteme achten. Das Schloss sollte außerdem groß genug sein, um das Fahrrad mit dem Rahmen an einem festen
Gegenstand anzuschließen, zum Beispiel einen Fahrradständer oder Laternenpfahl. Beliebtes Ziel für Fahrrad-Diebe sind große Abstellplätze an Bahnhöfen, Bädern oder Sport- und Freizeitstätten, aber auch einsame Plätze oder schlecht einsehbare Straßen.
Neben dem Rad selbst sollten auch Wertgegenstände, die in einem Fahrradkorb oder Satteltaschen transportiert
werden, vor der einfachen Wegnahme gesichert werden, da es immer wieder, auch während der Fahrt, zum Diebstahl daraus kommt. Schutz bieten zum Beispiel schon preisgünstige
Abdeckungen, Spanngurte oder Sicherungskabel. Wurde das Rad gestohlen, sind die Chancen, es wiederzubekommen bedauerlicherweise eher gering: Die Ermittlungs- und Fahndungsarbeit der Polizei ist aufwendig und leider auch deshalb nicht immer von Erfolg gekrönt, da die Besitzer von sichergestellten Fahrrädern nicht ausfindig gemacht werden können.
Häufig weil Geschädigte der Polizei keine individuellen Daten zu ihren gestohlenen Rädern für die Fahndung bereitstellen können. Deshalb ist es wichtig, die individuellen Fahrrad-Daten, zum Beispiel die Rahmennummer, in einem Fahrradpass festzuhalten. Mit den Fahrrad-Daten kann die Polizei gestohlene Fahrräder zweifelsfrei identifizieren und in der Folge an den rechtmäßigen Eigentümer zurückgeben.
Im Fahrradpass sind neben Rahmennummer und Codierung auch Name und Anschrift des Radbesitzers notiert. Viele Fachhändler stellen beim Fahrradkauf automatisch einen Fahrradpass aus. Andernfalls sollten die Käufer gezielt danach fragen. Der vollständig ausgefüllte Fahrradpass, mit einem Foto des Fahrrads versehen, sollte sicher aufbewahrt werden. Wer im Besitz eines Smartphones ist, kann auch die kostenlose FAHRRADPASS-App der Polizei für iPhones und Android-Smartphones nutzen. Sämtliche für die Identifizierung wichtigen Fahrrad-Daten können mit der FAHRRADPASS-App problemlos gespeichert werden. Darüber hinaus lassen sich über die FAHRRADPASS-App die Informationen über mehrere Fahrräder verwalten. Zudem können die Daten ausgedruckt oder per E-Mail verschickt werden, um sie bei Bedarf sofort an die Polizei beziehungsweise den Versicherer weiterleiten zu können. Die FAHRRADPASS-App ist kostenlos im App Store beziehungsweise im Google Play Store herunterladbar.
Möglich ist weiter auch eine Fahrradcodierung. Die Codierung lässt sich anhand der amtlichen Schlüsselzahlen leicht entschlüsseln und führt somit zumindest zur Wohnanschrift des Eigentümers. In Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ADFC und der Verkehrswacht Lauf bietet die Polizeiinspektion Lauf auch in diesem Jahr wieder einen Codier-Termin an. Dieser findet am Samstag den 13.07.2019, in der Zeit von 09:30 Uhr bis 13:00 Uhr, am Oberen Marktplatz in Lauf statt. Mitzubringen sind ein Lichtbildausweis (z.B. Personalausweis) sowie der Eigentumsnachweis (Kaufbeleg) und natürlich das zu codierende Fahrrad. E-Bike Besitzer sollten auch ihren Schlüssel zur Entfernung des Akkus parat haben. Für die Codierung wird durch den ADFC ein Unkostenbeitrag in Höhe von 16 Euro (Kinderräder 8 Euro) erhoben.