Großeinsatz der Feuerwehr: Waldbrand entpuppt sich als betriebliches Kanzfeuer

Symbolbild

WEIDENBERG, LKR BAYREUTH. Großeinsatz am Montagmorgen im Landkreis Bayreuth. Offene Flammen und dichte Rauchschwaden sorgten gegen 9.30 Uhr für Aufregung. Gemeldet war ein riesiger Waldbrand, dieser entpuppte sich aber als Kanzfeuer einer ansässigen Firma.


Mehrere Anrufer hatten das Feuer am Waldrand hinter der Firma Zapf entdeckt. Auch Feuerwehrsprecherin Carolin Rausch. „Ich war auf dem Weg in Richtung Warmensteinach und sah die Flammen“, schilderte sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Auf Grund der Meldungen und vor allem im Zusammenhang mit der Wetterlage, löste die Integrierte Leitstelle Bayreuth / Kulmbach Großalarm aus.

Feuerwehreinheiten aus Weidenberg, Untersteinach, Lessau, Lankendorf/Ützing, Kirchenpingarten, Görau, Kirmsees, Seybothenreuth, Nemmersdorf, BT Seulbitz rückten an. Auch die Unterstützungsgruppe des Landkreises. Doch die ersteintreffenden Einsatzkräfte konnten schnell Entwarnung geben. Der Brand entpuppte sich als beaufsichtigtes Feuer auf dem Betriebsgelände der Firma Zapf.

Eine Anmeldung des Feuers lag nach ersten Informationen nicht vor, wie Feuerwehrsprecherin Rausch sagte. Zumindest nicht deckungsgleich mit der gemeldeten Einsatzstelle, sagt Leitstellensprecher Tobias Schif. Denn die vielen Meldungen, die fast alle über den Polizeinotruf an die ILS Bayreuth/Kulmbach geleitet wurden, hatten auch unterschiedliche Ortsangaben. Dem Disponenten blieb keine Wahl, er musste handeln.

Handeln musste dann auch die Feuerwehr noch. Denn der Wind hat die Glut offenbar bereits in Richtung Waldrand getrieben. Mehrere Bäume mussten abgelöscht werden, sagte Tobias Schif. Das hatten die Weidenberger Einsatzkräfte aber alleine im Griff.

Die Polizei wird nach Auskunft von Pressesprecher Heiko Mettke nicht ermitteln, wie er sagt. Denn auch wenn die Örtlichkeiten nicht hundertprozentig übereinstimmten, so lag dennoch eine Anmeldung vor. Der Sicherheitsbeauftragte der Firma zeigte sich überrascht und beeindruckt vom alarmierten Aufgebot der Feuerwehr und spricht von einem betrieblichen Kanzfeuer. Er denke vor allem an die vielen Ehrenamtlichen, die hier im Einsatz waren und sogar ihre Arbeitsstelle verlassen haben. Aber mehr wie anmelden könne man nicht, wie er sagt.