Betrunkener prügelt sich in Landshut

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LANDSHUT. Am Dienstag griff ein 42-Jähriger mehrere Personen in der Stadt und im Landshuter Stadtbad an. Nach seiner Festnahme schlug er auf dem Polizeirevier auch einen Polizisten dienstunfähig.


Laut Polizei befand sich am 11.06.2019 gegen 15 Uhr ein 42-jähriger Mann polnischer Abstammung im erheblich angetrunkenen Zustand im Stadtpark. Dort pöbelte er einen 77-jährigen Landshuter an, nahm ihm sein Handy weg und warf dieses zu Boden.

Kurze Zeit später kam es in der Papiererstrasse zu einem weiteren Vorfall: Völlig grundlos schlug der 42-Jährige auf einen 46-jährigen Landshuter ein, dieser erlitt dadurch schwere Gesichtsverletzungen und musste deshalb in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung eingeliefert werden.

Das nächste Ziel des flüchtenden Täters war das Landshuter Stadtbad. Dort stieg der Mann über den Zaun, hielt sich beim Kinderbecken auf und wollte den Kindern Alkoholika anbieten. Die 36-jährige Bademeisterin schritt ein und bat den 42-Jährigen zum Ausgang.

Der Randalierer zeigte sich zunächst unbeeindruckt und schlug mit seinen Schuhen auf die Bademeisterin ein. Beim Ausgang entwickelte sich ein weiteres Streitgespräch mit der 58-jährigen Kassiererin. Im weiteren Verlauf der Diskussion bespuckte der Täter die Dame.

Die verständigten Polizeibeamten nahmen den Mann vorläufig fest und verbrachten ihn zur Dienststelle. Da er im Wachbereich immer aggressiver wurde und die Beamten massiv beleidigte, verbrachten ihn die Polizisten in eine Arrestzelle.

Dort flippte der 42-jährige Pole total aus, er schlug mit voller Wucht einem Beamten mit der Faust zwei Mal gegen den Kopf und spuckten einem anderen Polizisten ins Gesicht. Der Beamte, welcher die Faustschläge erhielt, musste mit einer stark blutenden Platzwunde im Krankenhaus behandelt werden und ist bis auf weiteres nicht dienstfähig.

Der Täter ist bereits strafrechtlich einschlägig mehrfach in Erscheinung getreten. Nach durchgeführter Blutentnahme wurde er dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Landshut vorgeführt. Dieser erließ gegen den Mann einen Haftbefehl, es erfolgte die Verbringung ein eine Justizvollzugsanstalt.

Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand und tätlichen Angriff gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung eingeleitet.