Staupotential auf der A9: Baustelle bei Trockau fast fertig eingerichtet

Foto: Markus Roider

TROCKAU. Auf der A9 laufen seit Montag, den 6. Mai, die Bauarbeiten für die Erhaltungsmaßnahme zwischen dem Parkplatz Sophienberg und der Tank- und Rastanlage Fränkische Schweiz. Begonnen wird mit der Fahrbahn in Fahrtrichtung Berlin. Nach deren Fertigstellung folgt die Erneuerung der Gegenfahrbahn. Im Zuge dessen muss eine Baustellenverkehrsführung eingerichtet werden. Die Gesamtmaßnahme wird voraussichtlich bis Oktober andauern, die Kosten belaufen sich auf rund 28 Millionen Euro.


Für die Abwicklung der Baumaßnahme wird eine Baustellenverkehrsführung eingerichtet, die sich von südlich des Parkplatzes Sophienberg bis nördlich der Tank- und Rastanlage Fränkische Schweiz erstreckt. Dabei werden in beiden Fahrtrichtungen immer zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Die Arbeiten zum Auf- und Abbau der provisorischen Verkehrsführungen, für die mehr als eine Fahrspur gesperrt werden muss, werden in den Nachtstunden ausgeführt. Aktuell werden bei Trockau ein Baulagerplatz errichtet, Leitplanken entfernt, Verkehrsspuren neu angelegt und viele weitere Vorbereitungen, damit der gesamte Verkehr auf die Richtungsfahrbahn Nürnberg verlegt werden kann.

Die zusätzlich erforderlichen kurzzeitigen Sperrungen der Anschlussstelle Trockau werden rechtzeig bekannt gegeben.

Nach 23 Jahren unter Verkehr hat der Fahrbahnbelag seine prognostizierte Nutzungsdauer bereits deutlich überschritten. Die Fahrbahnen des zehn Kilometer langen Streckenabschnitts weisen mittlerweile großflächige Netzrisse und Schadstellen auf, wodurch sowohl die Substanz der Fahrbahndecke stark geschädigt ist, als auch die Gebrauchseigenschaften der Fahrbahndecke nicht mehr optimal sind. Bereits mehrmals mussten in den vergangenen Jahren provisorische Ausbesserungsarbeiten durchgeführt werden.

Im Zuge der Maßnahme werden die beiden oberen Lagen des Asphalts erneuert. In Teilbereichen sind Verbesserungen der Querneigung und Sanierungen der Entwässerungseinrichtungen geplant, die einen tieferen Eingriff in den Straßenaufbau erfordern.

Gleichzeitig werden alle im Erhaltungsabschnitt liegenden Brückenbauwerke instandgesetzt. Dabei handelt es sich vor allem um die Erneuerung von Bauwerkskappen.

Ein weiterer Bestandteil der Baumaßnahme ist die Erneuerung der Fahrzeugrückhaltesysteme im Mittel- und an den Seitenstreifen. Diese werden auf den neuesten Stand der Technik gebracht und somit auch die passive Sicherheit auf dem Autobahnabschnitt entscheidend erhöht.

Um die Bauzeit möglichst kurz zu halten und den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, sind die Baufirmen beauftragt, von Montag bis Samstag unter Ausnutzung der Tageshelligkeit zu arbeiten. „Wir bitten die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Verkehrsbehinderungen und um erhöhte Aufmerksamkeit im Baustellenbereich“, so die Autobahndirektion in ihrer Pressemitteilung.