Nürnberg unterstützt Kirchweihumzüge mit Finanzspritzen

Symbolbild

NÜRNBERG. Die Stadt unterstützt Kirchweihumzüge nicht nur ideell, sondern jetzt auch mit finanziellen Zuschüssen. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 22. Mai 2019, beschlossen, dass sich die Stadt an den Sicherheitskosten der Kirchweihumzüge beteiligt.


Die „Kärwa“, wie die Kirchweih auf fränkisch genannt wird, und der „Kärwa-Umzug“ zeugen von gelebter Gemeinschaft in den Stadtteilen. Brauchtum, Tradition und die Freude an „Kärwa-Umzügen“ sollen auch aus Sicht der Stadt Nürnberg erhalten bleiben.
Gleichzeitig steht die Sicherheit und Unversehrtheit der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, Zuschauerinnen und Zuschauer sowie der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vordergrund. Nicht zuletzt der Unglücksfall am vergangen Wochenende beim Feuerwehrfestzug im Landkreis Weißenburg hat die Notwendigkeit geeigneter Sicherheitsvorkehrungen in tragischer Art und Weise bestätigt.
Der Gesetzgeber hat diesbezüglich Regelungen für die Veranstalter vorgegeben. Die bestehenden Vorgaben gelten seit einigen Jahren, diese haben bundesweit Gültigkeit und stellen kein Nürnberger Spezifikum dar. Die Begleitung der Kirchweihbaum-Einholungen durch ein vorausfahrendes und folgendes Blaulichtfahrzeug, gegebenenfalls erforderliche Sachverständigenprüfungen für einzelne Zugnummern und die Sicherung der Kirchweihumzüge durch Ordner stellt neben dem organisatorischen Aufwand einen finanziellen Aufwand und Kraftakt dar, den die Kirchweihverantwortlichen in aller Regel durch ihren ehrenamtlichen Einsatz allein nur schwer stemmen können.
Bürgermeister Christian Vogel hat deshalb dem Rat eine dauerhafte finanzielle Beteiligung der Stadt Nürnberg an diesen Brauchtumsveranstaltungen in Höhe von 60 Prozent der erforderlichen, nachgewiesenen Kosten vorgeschlagen. „Die Stadt Nürnberg will mit der finanziellen Unterstützung ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement bei der Pflege des Brauchtums Kärwa unterstützen“, sagt Bürgermeister Christian Vogel. „Ich bin mir sicher, wir haben mit dieser Entscheidung, gemeinsam mit den Kärwa – Organisationsteams in den Stadtteilen, einen wichtigen Grundstein für die Zukunft gelegt“, betont der Bürgermeister. Christian Vogel sichert zu: „Es wird nach dem Kärwa – Jahr 2019 eine gemeinsame Bewertung des Veranstaltungsjahrs geben. Nötige Anpassungen werden gemeinsam am Runden Tisch mit den Kirchweihverantwortlichen besprochen.“
Christian Vogel dankt – auch im Namen des ganzen Nürnberger Stadtrats, der seinem Vorschlag gefolgt ist – besonders den vielen Ehrenamtlichen für Ihr aktives Wirken für das Brauchtum und die Tradition in der Stadt.