Nächtlicher Großeinsatz in Kulmbach: Junges Paar stürzt von der Plassenburg

Das Burgtor ist eng und die Stellmöglichkeiten im Kasernenhof begrenzt. Foto: Stefan Linß

KULMBACH. Ein abendlicher Ausflug auf die Plassenburg endete für zwei von drei jungen Menschen gestern Abend im Krankenhaus.


Am späten Donnerstagabend hielten sich drei Personen auf der Rückseite der Plassenburg auf und wollten dort den Abend dort laut Polizeiangaben gemütlich ausklingen lassen. Als die drei Besucher den Heimweg antreten wollten, fanden sie aufgrund der Dunkelheit den richtigen Weg nicht mehr, weswegen zunächst ein 26-jähriger Kulmbacher etwa knapp acht Meter tief in den Burggraben fiel.

Seine 21-jährige Freundin bemerkte dies und wollte ihrem Freund zu Hilfe kommen, stürzte jedoch ebenso in die Tiefe. Erst eine weitere Freundin konnte im Anschluss die Rettungskräfte verständigen. Das junge Paar wurde anschließend durch die Notärztin versorgt. Da sie glücklicherweise auf weichen Erdboden landeten, erlitten beide „nur“ Frakturen am Oberschenkel bzw. Sprunggelenk, sowie eine Kopfplatzwunde. Beide kamen zur weiteren Behandlung ins Klinikum Kulmbach. Die dritte Begleiterin blieb unverletzt.

Die Feuerwehr Kulmbach war mit 20 Kräften vor Ort, ebenso die Bergwacht Kulmbach-Obermain mit acht Mitgliedern. Weil die Lage zunächst unklar war, rückte eine Vielzahl von Rettungskräften aus. Auch das THW wurde hinzugezogen. Problematisch war die Einfahrt zum Kasernenhof. Hier mussten Ausrüstungsgegenstände und Beleuchtung zunächst in kleinere Fahrzeuge umgeladen werden, damit die Einsatzkräfte vor Ort darauf zugreifen konnten.