Muttertags-Werbung von Edeka sorgt für Shitstorm

Screenshot: Youtube

HAMBURG. Es sollte ein witziger Werbespot werden, um das bevorstehende Muttertagsgeschäft anzukurbeln. EDEKA beauftragte mal wieder eine Hamburger Werbeagentur, hier einzigartig vorzugehen. Und das scheint gelungen zu sein. Denn durch einen Shitstorm vieler Väter ist der Spot in aller Munde. 


In dem Video ist zu sehen, wie Väter sich von ihrer schlechtesten Seite zeigen. Halb nackt und behaart vor der reifenden Tochter, ein Kleinkind in der Öffentlichkeit pinkeln lassen. Väter, die nicht in der Lage sind ihrem Kind Essen zu bereiten, es zu versorgen. Väter, die ohne Gefühle seien und ausschließlich grob handeln würden. Alles in allem, ein Dank an die Mütter. Ein Danke, dass sie nicht so sind wie die Väter.

Hier das Video im Original:

Relativ schnell machte sich ein Shitstorm im Internet breit. Vor allem getrennt lebende Väter sehen sich hier diskriminiert. Die Organisation „Aktion Sorgerecht Kinderschuhe“, die sich für die Rechte getrennt lebender Väter einsetzt, schreibt völlig entrüstet via Facebook:

Es wird um einen Boykott der Edeka-Filialen gebeten. Einige Väter schreiben, sie hätten den Werberat bereits angerufen und weitere rechtliche Schritte eingeleitet. Nachdem der BR bereits recherchierte, äußerte sich ein EDEKA Sprecher dort und stellt klar: „Wir wollen die Väter keinesfalls schlecht darstellen, sondern etwas überspitzt und auf humorvolle Art und Weise allen Müttern anlässlich des Muttertags Danke sagen“. Die Strategie, die hinter solchen Aktionen steckt, nämlich Gesprächsstoff zu sein, geht auf. Das hat auch der EDEKA-Konzern freudig zur Kenntnis genommen. „Wir freuen uns, dass das Video auf eine hohe Resonanz stößt“, wird der der Sprecher weiter bein BR zitiert.