19. Juni 2019 - 14:42

Gregori: EV Pegnitz bräuchte das Geld

Die Neuregelung des Gregori-Festes steht nach wie vor in der Kritik. Foto: Archiv

PEGNITZ. Die Diskussion um Gregori reißt nicht ab. Das Traditionsfest soll am 4. Juni am Schlossberg stattfinden – aber nur, wenn es nicht regnet. In diesem Fall gibt es keinen Ersatztermin. Stattdessen wird das Kinderfest in die Christian-Sammet-Halle verlagert. Das Rathaus steht bei diesem Thema für seine Kommunikationspolitik in der Kritik.


Bürgermeister Uwe Raab legt großen Wert auf die Feststellung, dass das Gregorifest in seiner normalen Form geplant sei: „Die Änderung betrifft lediglich den Fall, dass eine Durchführung aufgrund schlechten Wetters am Schlossberg nicht möglich ist.“ Man wolle verhindern, dass die Eltern sich an zwei Tagen frei nehmen müssen.

Tradition bewahren

Die Stadt habe nach einer Lösung gesucht, die den Eltern entgegenkommt und die Tradition bewahrt: Gregori soll an einem Dienstag im Juni stattfinden. Die Regelung mit der Regenvariante sei ein Kompromiss, der allen entgegenkommen solle, aber niemanden völlig zufriedenstellen könne.

Am wichtigsten sei, dass die Kinder in jedem Fall dazu kämen, ihre Tänze aufzuführen. Das sei mit dieser Regelung gegeben, ebenso wie Planungssicherheit für die Eltern.

Gregori ein Grund für die Übernahme

Unklarheit herrscht bei den Beteiligten nach wie vor über die Informationspolitik der Stadt. Wirtin Foteini Batzaka, die am Schlossberg die Bewirtung übernimmt, findet es schade, dass sie erst im Lauf der Recherchen des Kuriers von den neuen Plänen erfahren musste. „Ich verlasse mich ja darauf, dass ich an Gregori meinen Biergarten bewirten kann.“ Gregori sei für sie sogar einer der Gründe gewesen, den Biergarten zu übernehmen.

Den Verein unterstützen

Gerade in Verbindung mit dem Eislaufverein Pegnitz (EVP) mache sie das gerne. „Da geht es ja nicht nur um mich, ich bin ja auch froh, wenn ich den Verein unterstützen kann.“ Sollte es regnen, fällt der Termin für sie ins Wasser: In der Halle wird es keine Bewirtung geben, da es sich dann um eine reine Schulveranstaltung handelt.

Keine Änderung angekündigt

Auch beim EVP sind die Beteiligten irritiert, wie Sabine Deinzer sagt: „Ich habe aus Facebook von der Änderung erfahren. Es ist nicht in Ordnung, wenn Beteiligte nicht Bescheid kriegen.“ Deinzer ist beim EVP für das Event zuständig.

Noch am 17. April habe man eine E-Mail von der Stadt erhalten, in der der Verein um seine erneute Mithilfe beim Fest gebeten wurde – eine Planänderung sei in der Mail nicht erwähnt worden. Nun stehe man vor logistischen Herausforderungen: Lebensmittel müssten bestellt und gelagert werden.

Wie der EVP das handhaben wird, sei noch unklar, wie Deinzer sagt: „Ich kann ja nicht erst am Dienstagmorgen losgehen und einkaufen.“

Das Geld ist für die Kinder gedacht

Kassier Andreas Färber äußert sich ähnlich: „Wir haben das erst am Donnerstagabend von Frau Batzaka erfahren.“ Auch der Sportverein habe mit den Einnahmen des Gregorifestes gerechnet. Die Wirtin Batzaka nehme das Geld ein und gebe dem Verein dann seinen Anteil als zweckgebundene Spende.

Da der Arbeitseinsatz von den Eltern der Jugendspieler geleistet wird, geht das Geld also in die Jugendarbeit des Vereins, wie Färber sagt: „Das Geld ist für den Nachwuchs gedacht – Instandhaltung der Geräte, Schlittschuhe und so weiter.“ Dieses Geld könnte den Ice Dogs jetzt fehlen.

Raab widerspricht

Bürgermeister Raab widerspricht der Darstellung, die Beteiligten seien nicht informiert worden. Die Wirtin sei ausdrücklich über den Termin (4. Juni) informiert worden. Außerdem sei die Planung im Veranstaltungskalender einsehbar und mündlich kommuniziert worden. Die Ersatzveranstaltung in der Christian-Sammet-Halle sei für die Wirtin nicht relevant und sei daher auch nicht mitgeteilt worden.

Einen lesenswerten Kommentar zum Thema finden Sie heute in der gedruckten Ausgabe des Kuriers.