Fünf Tote und drei Armbrüste: Obduktionsergebnisse sind da

Spurensicherungsmaßnahmen. Symbolbild: Reporter24

PASSAU. Wie berichtet wurden am Samstag (11.05.19) in einem Gästezimmer einer Pension drei Leichen aufgefunden. Nun steht aber wohl fest: Die Polizei fand zwei weitere Leichen in der Wohnung der 30-Jährigen. Dabei soll es sich um zwei Frauen handeln.


Wie die Polizei nachträglich mitteilte, steckten in den Körpern der drei Toten von Passau jeweils Pfeile, die vermutlich mit den zwei aufgefundenen Armbrüsten in Zusammenhang stehen. Im Rahmen der Ermittlungen wurde im Zimmer der aufgefundenen Toten eine weitere, nach ersten Erkenntnissen unbenutzte, Armbrust in einer Tasche aufgefunden. Die Situation im Zimmer stellte sich so dar, dass der 53-Jährige mit der 33-Jährigen gemeinsam in einem Bett lag, die 30-Jährige am Boden des Zimmers.

Zwei weitere tote Frauen gefunden

Bei den Folge-Ermittlungen fanden Polizisten in deren Wohnung in Gifhorn in Niedersachsen zwei weitere weibliche Leichen, wie die Polizei mitteilte. „Weitere Angaben zur dortigen Auffindesituation können derzeit nicht erteilt werden, sagt die Polizei. Bisher ist klar: In der Wohnung wohnte die in Passau getötete Frau (30) mit ihrer Lebensgefährtin. Zur Identität der in Wittingen gefundenen Toten wollten die Ermittler bislang keine Angaben machen. Es werde laut einem NDR Bericht zurzeit untersucht, in welcher Verbindung sie möglicherweise zu den in Passau gefundenen Toten stehen. Laut Polizei war die 30-Jährige erst Anfang März aus Rheinland-Pfalz ins niedersächsische Wittingen gezogen. Die Anwohner beschreiben sie als unscheinbar. Zudem habe sie häufig schwarze Kleidung getragen, so ein Nachbar gegenüber NDR 1 Niedersachsen.

Hand in Hand tot im Bett

Bei den aufgefundenen Leichen in Passau konnten Testamente sichergestellt werden. Ebenso wurde der Pkw der 33-Jährigen, ein weißer Pickup, sichergestellt. Die Inhalte der Dokumente sowie die Untersuchung des Fahrzeugs sind aktuell Gegenstand der Ermittlungen. Die drei Pensionsgäste seien alle schwarz gekleidet gewesen, als sie eilig ihr Zimmer bezogen, sagte ein Zeuge gegenüber dem Merkur. Die Situation im Zimmer der Pension stellte sich laut Polizei so dar, dass der Mann und die 33-Jährige Hand in Hand in einem Bett lagen. Die 30-Jährige wurde am Boden des Zimmers tot aufgefunden.

Am Montag erfolgte die Obduktion der Leichname. Dabei ergaben sich keine Anhaltspunkte, dass zwischen den Beteiligten eine Auseinandersetzung stattgefunden hätte. Die Untersuchungen ergaben, dass bei allen Beteiligten abgefeuerte Pfeile in den Oberkörper- bzw. Kopf-/ Halsbereich todesursächlich waren. Untersuchungen auf die Einnahme von Medikamenten, Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln wurden in die Wege geleitet. Eine Beteiligung von möglichen weiteren Personen kann bislang weiterhin ausgeschlossen werden.

 

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