Frühjahrsflohmarkt in Bayreuth: Die ersten Händler sind schon da

Die ersten Händler sichern sich schon unter der Woche die besten Plätze in der Autoschlange. Foto: Henrik Vorbröker

BAYREUTH. Der frühe Vogel fängt den Wurm, der frühe Händler den besten Stellplatz auf dem Bayreuther Frühjahrsflohmarkt. Am Wochenende werden es wieder bis zu 500 von ihnen sein, die ihre Waren auf dem Volksfestplatz anbieten. Einige von ihnen stehen schon seit Dienstag vor dem eisernen Tor Schlange.


Noch sind es rund 24 Stunden, bis die Tore zum großen Frühjahrsflohmarkt aufgehen, doch schon jetzt tummeln sich Händler rund um den frisch sanierten Volksfestplatz. Einer von ihnen ist Christoph Meyerhuber, der gerade seinen Kumpel auf dem vorgelagerten Parkplatz begrüßt – man kennt sich.

„Ich komme seit Jahren her und verkaufe meine Ware“, sagt Meyerhuber, dem das Sprichwort vom Vogel und dem Wurm zum Thema Flohmarkt aber auch ein bisschen Sorge bereitet: „Manche stehen schon seit Dienstagmorgen hier, das ist zu früh. Wer von weither kommt, klar, dem ist das zu verzeihen. Leute aus der Gegend sollten aber nicht zu früh anfahren, sonst stehen wir bald zwei Wochen vorher hier.“

Um 6 Uhr morgens geht es am Samstag auf dem Volksfestplatz los. Dann haben die Händler bis 16 Uhr die Gelegenheit, aufzubauen. Am Sonntag ist das Zeitfenster enger. Dann geht es um 8 Uhr auf den Platz und bis 10 Uhr muss alles stehen. Am Samstag ist der Flohmarkt dann von 6 bis 21 Uhr und am Sonntag von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

Die Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH (BMTG) erwartet an beiden Tagen bis zu 500 Händler, die von Kleidung in nahezu allen Größen über Geschirr, bis hin zu Stereoanlagen oder Lampen so ziemlich alles an den Kunden bringen wollen, was zu Hause ausgedient hat. Christoph Meyerhuber hat in seinem Bulli vor allem Spielzeug dabei. Auf zwei Anhänger wartet er allerdings noch, dann kommen Mini-Motorräder für Kinder dazu. Für ihn ist der Standort wichtig, deshalb ist er auch so früh schon da: „Mein Stand bringt es wahrscheinlich auf neun Meter Länge – da muss ich früh hier sein, um einen geeigneten Platz zu ergattern. Das Wichtigste ist, auf Asphalt zu stehen. Vor ein paar Jahren mussten einige am Sportplatz aufbauen, weil der Andrang so groß war“, sagt Meyerhuber.

Um die Verkehrslage zu entspannen, dürfen die Beschicker, die am Samstag ihren Stand schon aufgebaut haben, am Sonntag bereits um 7 Uhr, gegen Vorlage eines gültigen Durchfahrtsscheins, auf den Platz fahren. Neubeschicker vom Sonntag dürfen erst um 8 Uhr den Volksfestplatz befahren. Eine Platzreservierung und eine Voranmeldung sind wie in den Vorjahren nicht möglich. Die Preise für Verkäufer betragen bei einer Fläche drei mal drei Meter 15 Euro, jede weitere Verkaufsfläche schlägt mit fünf Euro zu Buche. Händler mit Auto zahlen fünf Euro, Gleiches gilt für Anhänger. Wohnmobile und Transporter werden mit 20 Euro berechnet.

Meyerhuber begrüßt die Regelung, dass erst die motorisierten Händler auf den Platz gelassen werden: „Immerhin warten wir hier ja auch am längsten.“ Der 58-Jährige freut sich auf das Flohmarktwochenende und hofft, „dass alles wieder so gut und geordnet abläuft, wie in den vergangenen Jahren.“

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