23. August 2019 - 15:43

Brennende Ladung abgekippt

Foto: Melitta Burger

KULMBACH. Weil der Fahrer eines Müll-Lasters der Kronacher Firma Simon schnell und umsichtig gehandelt hat, ist am Freitagmorgen großer Sachschaden verhindert worden. Mitarbeiter der Abfallberatung des Landkreises Kulmbach warnen immer wieder davor, Gegenstände, von denen eine Gefahr ausgehen könnte, achtlos an Plätzen zu entsorgen, die dafür nicht vorgesehen sind.


 

Der Mann hatte in Kulmbach Weißblechcontainer geleert und war mit seinem schweren Lkw gerade im Goldenen Feld unterwegs, als er bemerkte, dass Rauch aus dem Laderaum drang. Umgehend steuerte der Lkw-Fahrer das Gelände der Firma Drechsler Umweltschutz an. Dort, wusste er, könnte er seine brennende Ladung auf befestigtem Boden sicher abkippen und ein Anschluss für Löschwasser war auch in unmittelbarer Nähe. „Das Feuer war schon fast gelöscht, als die Feuerwehr kam“, berichtet Stadtbrandmeister Michael Weich, der den Einsatz leitete.

 

Mitarbeiter der Firma Drechsler und der Fahrer selbst hatten bereits begonnen, die Flammen zu ersticken. Die Feuerwehr übernahm noch die Restlöscharbeiten und rettete schließlich auch das Müllfahrzeug selbst. An einer der Hydraulikleitungen im Fahrzeug hatte sich ein noch glimmendes Metallstück verkeilt. Die Feuerwehr entfernte das Teil und kontrollierte mit der Wärmebildkamera, ob es weitere Gefährdungen gibt. 15 Mann von der Kulmbacher Feuerwehr und auch zwei Mitglieder der Melkendorfer Wehr.

 

Auch das BRK war mit einem Rettungswagen vorsorglich alarmiert worden. Müllfahrzeuge geraten immer wieder in Brand. In den meisten Fällen geht die Gefahr von Gegenständen aus, die nicht in den Müll gehören. Spraydosen zum Beispiel können explodieren, wenn sie im Fahrzeug hydraulisch gepresst werden. Aber auch Fremdkörper können gefährlich sein. In der Ladung des Lkw fand sich ein größerer Behälter aus schwerem Metall, für den der Container ganz sicher nicht der richtige Entsorgungsplatz gewesen ist.

 

Es sei gut möglich, sagt Michael Weich, dass beim Versuch, den Gegenstand zu pressen, Funkenflug entstanden ist, der dann den Brand auf der Ladefläche verursachte. Gedankenlosigkeit und Bequemlichkeit der Menschen sieht Günter Söllner von der Abfallberatung des Landkreises als Ursache an, warum immer wieder solche Zwischenfälle geschehen. Spraydosen zum Beispiel können laut Söllner bedenkenlos in die Blechcontainer geworfen werden, wenn sie wirklich leer sind. Befinden sich noch Reste in der Dose, kann das gefährlich werden. Volle Dosen gehören in den Sondermüll.