Außer Spesen nichts gewesen: Medi Bayreuth in Ulm ohne echte Chance

Foto: Peter Mularczyk

BASKETBALL. Nichts zu holen gab es für Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth im vorletzten Auswärtsspiel der Hauptrunde 2018/19: Bei ratiopharm Ulm kassierten die Wagnerstädter eine deutliche 92:69 (47:37) – Packung. Während die Ulmer damit nach einem Jahr Pause wieder ein Playoff-Ticket lösen konnten, wird die Saison für die Wagnerstädter wohl nach den noch verbleibenden drei Spielen gegen Würzburg, Bamberg und in Braunschweig am kommenden Wochenende zu Ende gehen.


Die Ulmer erwischten den besseren Start in die Partie und gingen in der vierten Minute bereits mit 10:1 in Führung. Damit hatten die Korner-Schützlinge einmal mehr frühzeitig den Anschluss verpasst, den sie weder im ersten Viertel (24:47), noch bis zur Halbzeit wiederherstellen konnten (47:37). Vor allem das Wurfglück war den Korner-Schützlingen bis dahin nicht hold: Bis zum Seitenwechsel hatten sie sogar zwei Würfe mehr bekommen, konnten allerdings zu wenig daraus machen.

Nach der Pause konnte Bayreuth vorübergehend die Intensität in der Defensive steigern und damit die Basis für eine Aufholjagd legen: Kurz vor den letzten zehn Minuten waren die Wagnerstädter beim 56:53 wieder in Schlagdistanz, Ulms Power Forward Isaac Fotu stoppte den Bayreuther Lauf jedoch mit einem Buzzerbeater-Dreier zum 59:53-Viertelende (30.).

Im Schlussabschnitt wirkten die Korner-Schützlinge dann zuweilen überfordert, so dass die Hausherren ihren Vorsprung innerhalb kürzester Zeit wieder zweistellig ausbauen konnten (65:55, 32. Minute) und danach nichts mehr „anbrennen“ ließen.

Bester Bayreuther war Nik Raivio, der seine 11 Punkte (3 Dreier) fehlerfrei erzielte und damit nur knapp hinter Topscorer Kassius Robertson (13/3) lag. Hassan Martin kam nach mehrwöchiger Verletzungspause anstelle von Eric Mika zum Einsatz und erzielte 10 Punkte und 8 Rebounds.

Thorsten Leibenath (Ulm): „Wir haben heute über 40 Minuten die nötige Intensität und defensive Präsenz gezeigt, die nötig ist, um ein Team wie Bayreuth zu schlagen. Das sieht man einerseits einen vielen Ballverlusten, die wir forciert haben, anderseits an der Bayreuther Trefferquote. Besonders zufrieden bin ich darüber, dass es heute keinen Einbruch gab. Im letzten Viertel waren wir sehr souverän und haben uns sogar noch in einen Rausch gespielt.“

Raoul Korner (Medi Bayreuth): „Elf Minuten vor dem Ende waren wir auf drei Punkte dran, dann trifft Fotu den Dreier und wir gehen mit minus sechs ins letzte Viertel. Wenngleich wir in einer komfortablen Position waren, ist es uns nicht gelungen, den Bock umzustoßen. Das Ergebnis ist letztlich zu deutlich, da wir in den letzten fünf Minuten einfach zu hektisch waren und Ulm das Spiel sehr souverän zu Ende gebracht hat. Glückwunsch an Ulm und viel Erfolg in den Playoffs.“

Statistik:

Ratiopharm Ulm: Green (22/4), Akpinar (19/2), Evans (10), Reinhardt (9/3), Radosavljevic (8), Fotu (8/2), Miller (6), Schilling (5), Krämer (5/1), Günther (0), Stoll (0), Pape (0)

Medi Bayreuth: Robertson (13/3), Raivio (11/3), Martin (10), Thomas (7/1), Seiferth (6), Hrovat (6), Brooks (6), Meissner (4), Anderson (3/1), Doreth (3/1), Krug (0)