17. November 2019 - 14:37

65,5 Millionen Euro Geld für neue Hochschule in Kronach

Foto: Patrick Pleul/Illustration

KRONACH/MÜNCHEN. In Kronach entsteht die erste Ausbildungsstätte der Finanzverwaltung in Oberfranken: Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat heute insgesamt 65,5 Millionen Euro für den Bau der neuen Außenstelle der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, Fachbereich Finanzwesen, bewilligt.


Der neue Hochschulstandort sei ein Meilenstein zur Stärkung der Stadt und der Region Kronach. „Wir bringen Arbeitsplätze und ermöglichen jungen Menschen eine hervorragende Ausbildung direkt in ihrer Heimat“, betonte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker „Wir setzen mit diesem Projekt unsere Heimatstrategie weiter um und verfolgen unser Ziel, gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen in ganz Bayern zu schaffen.“ Die Hochschule bietet die Ausbildung für den Einstieg in der 3. Qualifikationsebene (Studienrichtungen Steuer und Staatsfinanz).

Bisher gibt es schon solche Studienmöglichkeiten in Herrsching und Kaufbeuren. Füracker hob hervor: „Dem künftigen neuen Standort Kronach kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Etwa 50 Prozent der Studierenden stammt aus dem nordbayerischen Raum. Zahlreiche Nachwuchskräfte können damit in Zukunft wesentlich heimatnäher ausgebildet werden.“ Der Bedarf an Hochschulplätze für die Finanzverwaltung ist dabei ungebrochen groß: Derzeit wird die Rekordzahl von rund 3.100 Anwärterinnen und Anwärtern ausgebildet.

„Mit der neuen Hochschule in Oberfranken ist die Finanzverwaltung gut aufgestellt, um die hervorragende Qualität der Ausbildung auch in Zukunft sicherzustellen“, so der Finanzminister. Dem Bauvorhaben auf dem mehr als 15.000 m2 großen Gelände in Kronach war ein europaweiter Architektenwettbewerb vorausgegangen: Es wird ein Campus mit drei Neubauten (insg. 8.720 m² Nutzfläche) für Lehr-, Verwaltungs-, Mensa-, Küchen-, Sport- und Mehrzweckbereiche sowie Unterbringungsmöglichkeiten für 200 Studierende entstehen.  Dabei soll mit dem Komplex auch ein Zeichen für Klima- und Umweltschutz gesetzt werden: Alle Anlagen verfügen über ein hocheffizientes Wärmerückgewinnungssystem; zudem wird es sechs „Elektrotankstellen“ geben. Zusammen mit weiteren energetischen Maßnahmen, wie der Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Parkdeck, wird voraussichtlich eine CO2-Einsparung von jährlich rund 183 t erzielt werden können.