Waldbrandgefahr in Bayern erreicht Warnstufe 4


BAYERN. Aktuell herrscht zum Teil bereits die zweithöchste Warnstufe (5) in Bezug auf die Gefahr von Wald – und Flächenbränden. Über Ostern soll sich die Lage noch weiter zuspitzen, bevor dann kommende Woche durch Niederschlag mit einer ersten Entspannung gerechnet wird. Bitte informieren Sie auch Mitbürger, die diese Nachricht vielleicht nicht mitbekommen.


Hochdruckeinfluss mit Trockenheit, hohe Sonneneinstrahlung sowie warme bis heiße Temperaturen und zeitweise mäßig bis frischer Ostwind, lassen die Waldbrandgefahr ansteigen. Bis zum Eintreffen der gewittrigen Regenfälle und der Abkühlung herrscht in vielen Teilen Bayerns hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr! Der Deutsche Wetterdienst meldet zudem flächendeckend Warnstufe 3 beim „Grasland-Feuerindex“. In Nordbayern bereits Stufe 4 von 5.

Grafik: DWD

ACHTUNG:

  •  Kein offenes Feuer im Wald und auf Wiesen (Lagerfeuer)
  •  Bitte nicht rauchen oder seien Sie vorsichtig bei dem Umgang mit Feuerzeugen, Streichhölzern und Tabakwaren
  •  Werfen Sie keine brennenden Gegenstände aus dem Fahrzeug
  •  Fragen Sie die zuständige Forstbehörde, z.B. nach öffentlichen Grill- und Feuerplätzen
  •  Parken Sie nur innerhalb gekennzeichneter Parkflächen und niemals in Wiesen und Feldern (der heiße Katalysator Ihres Wagens kann das trockene Gras schnell entzünden!)
  •  Im Wald bzw. in der Nähe des Waldes nicht grillen!
  •  Kein Glas oder Glasscherben im Wald liegen lassen, der Brennglaseffekt kann Brände verursachen!

 

waldbrand_schild_feuerwehr

Eine Scherbe, eine weggeworfene Kippe – so vieles kann derzeit einen Waldbrand auslösen. Und bei aufgefachtem Wind kann das schnell in einem Inferno enden. Sonnenschein und kräftiger Wind haben die Waldbrandgefahr in Deutschland erhöht. Die Böden sind ausgetrocknet, in den Wäldern liegt trockenes Laub; genug saftig-frische Bodenvegetation ist kaum vorhanden.

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Foto: Feuerwehr Bayreuth

Luftbeobachter im Einsatz

Wegen des anhaltenden trockenen Wetters und der damit verbundenen hohen Waldbrandgefahr für besonders gefährdete Waldgebiete, hat auch die Regierung von Oberfranken im Einvernehmen mit dem Amt für Landwirtschaft und Forsten Bayreuth vom 19.04.2019 bis 22.04.2019 wieder den Einsatz von Luftbeobachtern zur Durchführung von Beobachtungsflügen für den gesamten Regierungsbezirk angeordnet.

Foto: Peter Stollberg, Regierung von Oberfranken

Die Luftrettungsstaffel Bayern e.V. stellt die Einsatzflugzeuge und die Piloten zur Verfügung. An Bord der eingesetzten Flugzeuge befinden sich neben den Piloten auch ausgebildete Luftbeobachter, die die Wälder aus der Luft auf mögliche Brandgefahren hin absuchen. Wird ein Brand festgestellt, werden die Feuerwehren über die Integrierte Leitstelle alarmiert und die Einsatzkräfte werden vom Luftbeobachter zur Einsatzstelle gelotst. Die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbeobachtung im Katastrophenschutz trägt die Regierung von Oberfranken aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds.

Grafik: DWD