24. April 2019 - 10:38

Stehplatz-Tribüne statt Spielhaus: Stadtrat billigt Umverteilung der Finanzen

Stehtribüne, Hawawi Foto: Archiv

BAYREUTH. Kaum steht die Tribüne, schon wird sie teurer: Im Stadtrat bat Finanzreferent Michael Rubenbauer die Stadräte um die Zustimmung zu weiteren 170.000 Euro.


Der Bau der am 10. März im Regionalligaspiel der SpVgg Bayreuth gegen Bayern München II eingeweihten Stehtribüne im städtischen Hans-Walter-Wild-Stadion war 170 000 Euro teurer als geplant. Finanzreferent Michael Rubenbauer bat am Mittwoch im Stadtrat um die Genehmigung der Summe für das Haushaltsjahr 2019. Entstanden sind die Mehrkosten bei Tiefbauarbeiten unterhalb der Tribüne, wo die Nähe zum Mischwasserkanal die geplante Bauweise verhinderte.

Geld für Tribüne statt für Spielhaus

Das Haushaltsvolumen wird aber nicht erhöht. Das Geld wird umverteilt und von dem Budget abgezogen, das für den Neubau des Spielhauses am Abenteuerspielplatz Meranierring gedacht war. Dort sorgte schlechte Bodenbeschaffenheit für eine Kostenexplosion, weshalb der Bauausschuss das Projekt Mitte März von der Tagesordnung nahm.

Fünf Stadträte stimmten der Freigabe der 170 000 Euro nicht zu. Stefan Schlags (Grüne), Ingrid Heinritzi-Martin (CSU) und die Fraktion Junges Bayreuth. Deren Vorsitzender Stefan Schuh sagte auf Nachfrage: „Wir kritisieren die Mitteilung der Mehrkosten im Nachgang und die Gegenrechnung. Das schmälert die Realisierungschance für das Spielhaus.“