Randale, jede Menge Drogen und Messer

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SCHWANDORF. Stress für Polizei, das Wochenende hatte es in sich. 


Zunächst fiel am Sonntag gegen 14.10 Uhr in Schwandorf am Bahnhof ein in Frankreich lebender, jedoch aus Rheinland-Pfalz stammender, langjähriger Drogenkonsument negativ auf. Er verlangte in der Buchhandlung einen „Jägermeister“. Mit der Auskunft, dass dieser nicht im Sortiment sei, war der 33-Jährige nicht zufrieden. Er wurde extrem aggressiv. Die Verkäuferinnen im Laden bezeichnete er mit einem äußerst vulgären Ausdruck und drohte ihnen, dass er sie zusammenschlage, wenn er keinen Jägermeister bekäme. Der Aufforderung, den Laden zu verlassen, verweigerte er sowieso. Die beiden Damen riefen die Polizei um Hilfe, die mit zwei Streifen anrückte. Der Aggressor konnte nur mit Androhung körperlicher Gewalt unter Kontrolle gebracht werden. Er hatte es offenbar darauf abgesehen, Widerstand zu leisten.

Bei seiner anschließenden Durchsuchung konnte ein ganzer „Bauchladen“ an Betäubungsmittel aufgefunden werden. Crystal Meth, Marihuana, Ecstasy, Amphetamin und ein dem Betäubungsmittelgesetz unterliegendes Substitutionsmittel, jeweils im geringfügigen Grammbereich. Der in Deutschland wohnsitzlose Mann wurde vorläufig festgenommen und zur PI Schwandorf verbracht. Während der Sachbearbeitung flippte er dann völlig aus, so dass er unter abermaliger Androhung körperlicher Gewalt gefesselt und vorübergehend in die Arrestzelle gebracht werden musste.

Die Staatsanwaltschaft entschied später, dass der Mann bei Benennung eines Zustellungsbevollmächtigen auf freien Fuß gesetzt werden kann. Im Zuge dieser Ermittlungen wurde bekannt, dass sich der 33-Jährige und sein Begleiter in einem bekannten Schwandorfer Drogentreff aufgehalten hatten und dort entsprechend im Besitz von Drogen waren. Der Ermittlungsrichter ordnete aufgrund dieses Sachverhalts eine Durchsuchung der Schwandorfer Wohnung an. Da bekannt war, dass sich dort zahlreiche Rauchgiftabhängige treffen, wurden mehrere Streifen hinzugezogen. Insgesamt hielten sich in der extrem vermüllten und verwahrlosten Wohnung sieben Personen auf. Bei der Durchsuchung wurde dann eine geringe Menge Amphetamin aufgefunden, das einem 16-Jährigen zuzuordnen war. Darüber hinaus jede Menge Fixerbesteck mit Heroin. Gegen ihn und die 41-jährige Wohnungsinhaberin wurden jeweils Ermittlungsverfahren wegen Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Zu guter Letzt ist noch zu erwähnen, dass der 50-jährige Begleiter des 33-Jährigen ein verbotenes Messer dabei hatte. Hier wurde ebenfalls Anzeige erstattet und das Messer beschlagnahmt.