Polizeimeldungen aus Erlangen

Nach Familienstreit Rauschgift sichergestellt

Gestern Abend gegen 20.30 Uhr kam es in einem Einfamilienhaus im Erlanger Süden zu einem heftigen Streit zwischen Vater und Sohn. Nachdem der 35-jährige Sohn seinen Vater neben Schläge auch mit dem Tode bedrohte, rief der 65-jährige Wohnungsinhaber die Polizei. Der eingesetzten Streife der Erlanger Polizei gelang es den 35-Jährigen zu beruhigen. Der Streit blieb für ihn allerdings nicht ohne Folgen, denn die Beamten bemerkten bei dem Schlichtungsversuch im Zimmer des 35-Jährigen etwa 15 Gramm Rauschgift. Sie stellten das aufgefundene Marihuana bzw. Haschisch sicher und verwiesen den Sohn anschließend aus der Wohnung. Gegen den 35-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

 

Freundin an den Haaren gezogen

Am frühen Abend des Ostermontags geriet gegen 18:30 Uhr ein Pärchen aus Erlangen am Martin-Luther-Platz in Streit. Dabei zog ein 38-Jähriger Mann seine Partnerin derart heftig an den Haaren, so dass Passanten die Polizei verständigten. Die 52-jährige Frau wollte jedoch nicht verletzt sein; auch bestritt sie gegenüber den Beamten einen Streit. Der 38-Jährige war nach Feststellungen der eingesetzten Beamten mit knapp 3,9 Promille erheblich alkoholisiert; nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der 38Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt.

 


Aus dem Verkehrs- und Unfallgeschehen im Stadtgebiet

 

Radfahrer reanimiert

Gestern Mittag teilten mehrere Passanten einen bewusstlosen Fahrradfahrer in der Hüttendorfer Straße mit. Die eingesetzten Kräfte der Polizei und des Rettungsdienstes fanden einen 44-jährigen Mann aus Nürnberg, der offenbar mit seinen Fahrrad gestürzt war und keine Vitalfunktionen mehr zeigte. Nach erfolgreicher Reanimation durch den Notarzt wurde der 44-Jährige zur weiteren Abklärung in die Notaufnahme der Universitätsklinik verbracht. Nach den bisherigen polizeilichen Ermittlungen konnte ein Unfallgeschehen ausgeschlossen werden. Vielmehr wurde dem Mann aufgrund einer medizinischen Vorerkrankung schwindelig und er fuhr an den rechten Fahrbahnrand. Nachdem er an seinem Fahrrad sog. Klick-Pedale verwendete, konnte er nicht mehr vom Fahrrad steigen und fiel dann bewusstlos mit seinem Fahrrad um. Zwischenzeitlich wurde aus dem Klinikum bekannt, dass der 44-Jährige nicht mehr in Lebensgefahr schwebt.

Schutzengel mitgefahren

Bereits in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag ereignete sich auf der Verbindungsstraße zwischen Eltersdorf und Vach ein Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Motorrad. Der Motorradfahrer wurde wie durch ein Wunder nur leicht verletzt.

Kurz vor 24:00 Uhr befuhr ein 52-jähriger Mann aus Nürnberg mit seinem Skoda von der Autobahn A 73 kommend den Zubringer zur Staatsstraße in Richtung Fürth. An der Staatsstraße angekommen bemerkte der 52-Jährige, dass er sich verfahren hatte und wollte dann unverzüglich verbotswidrig nach links in Richtung Erlangen abbiegen. Dabei übersah er einen aus Vach kommenden 21-jährigen Motorradfahre. Der 21-Jährige aus Fürth konnte trotz einer Vollbremsung einen Zusammenstoß mit dem gerade wendenden Fahrzeug nicht verhindern. Durch die Vollbremsung hob das Hinterrad des Motorrades ab, das Motorrad stellte sich auf und verkeilte sich anschließend mit dem Lenker und dem Motorradsitz in der linken Fahrzeugseite.

Der Krad-Fahrer wurde dadurch über den quer zur Fahrtrichtung stehenden Pkw geschleudert und er kam nach mehreren Metern auf dem Asphalt zum Liegen. Der Aufprall des Motorrades war so heftig, sodass im Pkw die Airbags auslösten. Der 21-Jährige erlitt durch den Sturz lediglich leichte Verletzungen an den Beinen und er wurde zur weiteren Abklärung in das Klinikum Fürth verbracht. Die Erlanger Feuerwehr wurde zum Abbinden der ausgelaufenen Betriebsflüssigkeiten von den Fahrzeugen an der Unfallstelle tätig. An beiden Fahrzeugen entstand Totaschaden in Höhe von rund 8.000 €. Gegen den 52-jährigen Fahrer des Pkws wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.