Kulmbach: Atemschutz-Flasche auf Feuerwehrgelände explodiert

Symbolbild: red

KULMBACH. Ein lauter Knall hat am Abend mehrere Kulmbacher Ortsteile aufgeschreckt. Wie Reporter24 erfahren konnte, ist eine Druckluftflasche mit Atemluft auf dem Gelände der Feuerwehr explodiert. Mindestens eine Person wurde verletzt. Auch ein Rettungshubschrauber ist gelandet.


Laut ersten Informationen hat ein Angehöriger der Feuerwehr eine mutmaßlich leere Atemschutzflasche aufgeflext. „Das macht er öfter“, sagte ein Verantwortlicher. Das sei auch so genehmigt, weil es sich dabei um ausrangierte Geräte handeln würde, die dann aus Gründen der Nachhaltigkeit verwertet werden. Heute jedoch, kam es zu einem folgenschweren Irrtum.

Der Mann setzte die Flex an und dann explodierte die Flasche, die noch gefüllt war und unter Druck stand. der Knall war in weiten Teilen Kulmbachs zu hören. Als Kameraden der Feuerwehr zu Hilfe eilten, fanden sie den 58-Jährigen mit schwersten Gesichtsverletzungen vor. Durch die Explosion der leuchtend gelb lackierten Atemluftflasche waren Fensterscheiben zertrümmert worden und auch ein Stück von der Fassade des Feuerwehrgerätehauses in der  E.-C.-Baumann-Straße wurde abgesplittert. Auch eines der Rolltore am Feuerwehrhaus ist offenbar beschädigt worden.

Sofort setzten die Feuerwehrleute einen Notruf ab. Der Rettungshubschrauber wurde alarmiert. Versuche, direkt auf dem Gelände der Feuerwehr zu landen, scheiterten aber, weil es keine geeignete Landemöglichkeit gab. Am Ende setzte der Hubschrauber auf einem Grasstreifen in der Kronacher Straße auf. Der Verletzte wurde im Rettungswagen des BRK Kulmbach zum Hubschrauber gebracht, berichtet die Polizei. Der Mann hat sich durch die Explosion massive Verletzungen im Gesicht zugezogen.

Bürgermeister Ralf Hartnack und der leitende Beamte der Stadt Kulmbach, Uwe Angermann, verließen sofort die Stadtratssitzung, als die Nachricht bei Oberbürgermeister Henry Schramm einging, der die Sitzung leitete. Sie machten sich im Feuerwehrhaus  ein Bild der Lage.

„Ich bin tief betroffen“, sagte Kulmbachs zweiter Bürgermeister, der den Verletzten persönlich  kennt. Hartnack, der Verwaltungsrat für die Feuerwehren in der Stadt Kulmbach, brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass der Verletzte sich bald von dem Unglück ganz erholt. Die Polizei geht von einem Schaden im unteren vierstelligen Bereich aus.

 

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