21. Oktober 2019 - 13:38

Event in Pegnitz „Glück auf, prost Flinderer!“

Der Flinderer Spezial war ein voller Erfolg. Foto: Klaus Trenz

PEGNITZ. Der Flinderer Spezial ging in die zwölfte Runde und lud am Dienstag, anders als sonst, in das Schießhaus am Zipser Berg. Zu deftigem fränkischen Essen und guter Musik trafen sich die Vertreter des Nordbayerischen Kuriers, des Arbeitskreises Unser Pegnitz und etliche Stadträte zum gemütlichen Beisammensein.


 

 

Die Veranstaltung hat inzwischen Tradition und erfreut sich jedes Jahr über zahlreiche Gäste. Eine deutliche Bestätigung für den Kurier-Vertriebskoordinator Hans-Jürgen Moos: „Bier, Brotzeit, Musik und untereinander gute Gespräche führen, das war und ist schon immer unser Ziel gewesen.“ Abwechselnd veranstaltete man bisher den Flinderer Spezial in den Brauereien Böheim und Knopf – bis 2018. Dieses Jahr ging es nach „draußen“ zur Familie Frey.

Bürgermeister „im Osterurlaub“

Was sich nicht verändert hat, war das Fernbleiben des Bürgermeisters von Pegnitz. „Der befindet sich immer in diesem Zeitraum im Osterurlaub und das schon seit zwölf Jahren“, so Moos. Gelächter machte sich breit. „Solange ist der doch noch gar nicht Bürgermeister“, schallten einige Rufe.

Manni und Hubert sorgten für die musikalische Begleitung beim Spezialflinderer im Schießhaus am Zipser Berg. Foto: Klaus Trenz

Halb voll oder halb leer?

Nichtsdestotrotz kam ja ein anderer Bürgermeister. Zwar nicht „der“ Bürgermeister, aber Alt-Bürgermeister und Ehrenflinderer Manfred Thümmler . Als einer der ersten Gäste, kam er mit einem eigenen Krug, den er in einem anderen Jahr als Ehrenflinderer erhalten hat. Natürlich nicht leer, sondern bereits halb voll. Obwohl man nicht weiß, ob das Glas nur zur Hälfte gefüllt wurde oder, ob das Glas bereits voll war und das Bier so gut schmeckte, dass es vom Eingang bis zur zum Veranstaltungsraum nicht gänzlich überlebte.

Es gab Brat-, Blut- und Krautwürste. Foto: Klaus Trenz

Der Vortrinker

Verständlich wäre es, denn an diesem Abend gab es ja das besondere Flinderer-Bier zu trinken. Dieses süffige Spezialbier der Familie Knopf wird in der Brauerei Jura-Bräu gebraut. Zum Biergenuss wollte Moos noch etwas abschweifen, denn Bier trinken muss ja gelernt sein und sei gar nicht so einfach. „Ein geübter Biertrinker, der trinkt alles, vom hellen Bier bis zum Pils. Ich mach das mal vor“, witzelte Moos und trank erst mal einen tiefen Schluck Flinderer Spezial. „Ein nicht geübter Biertrinker wird sich denken: Süß und herb, das passt nicht zusammen.

Doch der geübte sagt sich: Lecker, ein Flinderer.“ Und damit alle auf den richtigen Geschmack kommen, wollte Moos das Biertrinken mit allen üben. Darum sollte sich keiner wundern, wenn er heute Abend von Tisch zu Tisch geht und mit allen etwas trinkt – zum Üben. „Auf den Ehrenflinderer, Prost – Und Glückauf“, rief Moos. Und schon schallte „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ durch den Raum. Gespielt von der Zwei-Mann-Band Mani und Hubert, die auf der Tuba und Harmonika den ganzen Abend musikalisch begleiteten – ein Gefühl von Oktoberfest am Zipser Berg.

Nicht nur Hans Moos, Christina Wellhöfer, Matthias Knopf und Manfred Thümmler (von links) ließen es sich schmecken. Foto: Klaus Trenz

Wichtiger Dialog

„Ich stelle diesen Flinderer 2019 unter das Motto: Veränderung“, sagte Christina Wellhöfer, Vorsitzende des Vereins Unser Pegnitz, „die erste Veränderung ist der neue Veranstaltungsort, die zweite Veränderung ist die der Innenstadt.“ Mit leicht gebrochener Stimme und einigen Tränen in den Augen, sagte Wellhöfer: „Einen schmerzlichen Verlust werden wir zum Ende des Monats erleben. Martina Mösinger und Katrin Reichenberger schließen ihr Geschäft – nach über 250 Jahren Familientradition.

Wir werden euch vermissen.“ Es sei ein Resultat, das die Zeit mit sich bringt. Trotzdem verfüge die Innenstadt immer noch über 45 Geschäfte aus 16 verschiedenen Branchen. Zudem habe Pegnitz über 35 Gastronomie- und Dienstleisterbetriebe. Das sei etwas ganz Besonderes, so Wellhöfer. Genau deshalb, sei diese Veranstaltung auch so wichtig. Damit die Innenstadt belebt bleibt, alle im Dialog miteinander stehen und eben zusammen in die Zukunft sehen, sagte Wellhöfer.

Der Flinderer Spezial war ein voller Erfolg. Foto: Klaus Trenz

Gut gelaunte Besucher

Die hausgemachten Brat-, Blut- und Krautwürste der Metzgerei Schiller füllten die Mägen der gut gelaunten Besucher. Und zur Musik von Mani und Hubert – „Da drunt in Afrika, da wachst der Paprika drei Meter hoch“ – wurden die Gläser geleert. Glück auf, verstehst. Prost Flinderer.