21. September 2019 - 03:07

Durststrecke hält weiter an

Foto: Ulf Duda

BAYREUTH. Die Durststrecke von Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth hält weiter an: Beim Tabellenzweiten EWE Baskets Oldenburg kassierten die Wagnerstädter am zurückliegenden Samstagabend mit 90:81 (42:40) die vierte Niederlage in Folge. Dennoch war der Auftritt der Korner-Schützlinge vor den beiden anstehenden Heimspielen gegen Bonn und Berlin ein Schritt in die richtige Richtung.


 

„Wir haben wieder Kleinigkeiten falsch gemacht: Freiwürfe danebengelegt, Offensivrebounds zugelassen und in der entscheidenden Phase des Spiels zweimal den Ball verloren. Somit geht Oldenburgs Sieg in Ordnung“, fasste Bayreuths Kapitän Bastian Doreth die Schlussphase der Partie sichtlich angefressen zusammen. Bis auf drei Punkte waren die Bayreuther Mitte des Schlussviertels (73:70, 34.) dran, als dann Oldenburgs bis dahin herausragender Centerspieler Rasid Mahalbasic (14 Punkte, 13 Rebounds) mit dem fünften Foul vom Parkett musste, versäumten sie es jedoch, diese Schwächung der Hausherren konsequent für sich auszunutzen.

Erst zielte Nik Raivio zweimal an der Freiwurflinie daneben, dann ließen sich Gregor Hrovat und Erik Mika, der für den angeschlagenen Hassan Martin (muskuläre Probleme) ins Aufgebot gerutscht war, zweimal in kurzer Folge den Ball abnehmen. Hinzu kam, dass auch eine der stärksten Bayreuther Waffen einmal mehr in der entscheidenden Phase des Spiels stumpf blieb: Mehrfach segelten Dreier am Ziel vorbei, am Ende hatten die Bayreuther lediglich sechs von insgesamt 24 Würfen (25%) aus der großen Distanz getroffen. Die Oldenburger konnten sich in der Crunchtime indes einmal mehr auf ihren Topscorer Will Cummings (21 Punkte) verlassen. Der wieselflinke und explosive US-Spielmacher zog immer wieder in Richtung des Bayreuther Korbes, versenkte dort oder konnte auf dem Weg dorthin nur mit einem Foul gestoppt werden.

 

Foto: medi bayreuth

 

Dass es überhaupt bis in die Schlussphase so spannend war, hatte sich zu Beginn nicht abgezeichnet, denn die Korner-Schützlinge waren erst nach einer Auszeit bei einem 12:0 – Rückstand „aufgewacht“, hatten sich dann aber angetrieben von Adonis Thomas, der seine komplette Punktausbeute (9) in den ersten zehn Minuten erzielte, danach aber völlig abtauchte,  in die Partie hineingebissen und lagen zur Pause nur knapp hinten (42:40, 20.). Und auch vom zweistelligen Rückstand zu Beginn des Schlussabschnitts (68:58, 30.) hatten sich die gegenüber den zurückliegenden Spielen deutlich verbesserten Wagnerstädter nicht entmutigen lassen.

Das alles änderte jedoch nichts daran, dass die Korner-Schützlinge nach der Schlusssirene einmal mehr mit leeren Händen dastanden. Topscorer bei Medi Bayreuth wurde Eric Mika (17 Punkte, 7 Rebounds), gefolgt von Kassius Robertson (12/1) und Gregor Hrovat (11/1). „Wir werden alles daran setzen, um unseren Fans in den jetzt bevorstehenden Heimspielen gegen Bonn und Berlin endlich einmal wieder einen Sieg schenken zu können“, versprach Doreth.

Statistik:

EWE Baskets Oldenburg vs. medi bayreuth 90:81 (42:40)

Arena: EWE ARENA Oldenburg | Zuschauer: 6.000 (ausverkauft)

EWE Baskets Oldenburg: Cummings (21 Pkt./ 0-3er), Schwethelm (14/2), Mahalbasic (14/0), Paulding (13/2), Boothe (11/1), Massenat (7/0), Stojanovski (6/0), Keßen (4/0), Bacak (dnp), Drijencic (dnp), Hollatz (dnp), Hujic (dnp)

Medi Bayreuth : Mika (17 Pkt./ 0-3er), Robertson (12/1), Hrovat (11/1), Brooks (10/1), Thomas (9/1), Seiferth (6/0), Meisner (5/1), Doreth (4/0), Raivio (4/0), Anderson (3/1), Wachalski (dnp)

Die Viertel im Überblick: 20:21, 22:19, 26:18, 22:23