Brummifahrer spielen Autobahnkrieg: Ein Beteiligter erleidet plötzlich Herzanfall

Symbolbild

A3/NÜRNBERG. Unglaublich gefährliche Szenen spielten sich am Mittwoch auf der A3 ab.


Ein Kraftfahrer aus Italien fuhr am Mittwochmorgen mit seinem Sattelzug von der A 9 auf die A 3 und befand sich nach der Zusammenführung auf dem mittleren von drei Fahrstreifen. Im weiteren Verlauf wollte der 50-Jährige dann auf die rechte Spur wechseln, da er dachte, dass im Baustellenbereich ein Überholverbot herrscht. Zu dieser Zeit befand sich jedoch auf halber Höhe zu ihm ein türkischer Sattelzug auf der rechten Spur, der aus Richtung Regensburg kam.

Um seiner Wechselabsicht Nachdruck zu verleihen, zog der Italiener dann etwas auf dessen Spur und danach wieder zurück. Obwohl sich der Türke nicht zurückfallen ließ, lenkte er schließlich trotzdem auf die rechte Fahrspur. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, musste der 58-Jährige Kraftfahrer nach rechts ausweichen, wobei er etwa fünf Warnbaken beschädigte. Danach fuhr er auf dem Seitenstreifen dem anderen Sattelzug hinterher. Als er aufgeschlossen hatte, gestikulierten beide Kraftfahrer miteinander und der 58-Jährige zog plötzlich auf die linke Spur, wodurch der 50-jährige Italiener auf die mittlere Spur ausweichen musste.

Kurz darauf fuhr der 58-Jährige ohne ersichtlichen Grund auf die mittlere Spur und drängte dadurch den anderen Sattelzug wieder ab. Aufgrund dessen mussten mehrere nachfolgende Fahrzeuge auf der linken Fahrspur stark abbremsen. Beide Kraftfahrer fuhren nach diesem Szenario auf den Seitenstreifen und hielten an. Hier kam der türkische Fahrer wutentbrannt auf den Italiener zugestürmt, fasste diesen mit einer Hand am Kragen, schubste ihn weg und versuchte ihn mit der Faust zu schlagen.

Der andere Fahrer konnte dem Schlag ausweichen und rannte zu seiner Sattelzugmaschine. Wegen der Aufregung stellten sich beim türkischen Kraftfahrer plötzlich gesundheitliche Beschwerden ein und er benötigte einen Rettungsdienst. Dieser verbrachte ihn dann mit massiven Herzproblemen ins Krankenhaus nach Nürnberg. Sein Sattelzug wurde verkehrssicher an der nächsten Ausfahrt abgestellt.

Von beiden Kraftfahrern wurden jeweils Sicherheitsleistungen von mehreren hundert Euro einbehalten, u.a. wegen Nötigung im Straßenverkehr, unerlaubten Entfernens vom Unfallort und versuchter Körperverletzung. Auch müssen sie noch mit einem Fahrverbot in Deutschland rechnen.