Bombe in Regensburg wurde gesprengt


REGENSBURG. Gestern Nachmittag wurde im Rahmen von Grabungsarbeiten in der Bukarester Straße eine 250-Kilo- Bombe aufgefunden. Ein Sprengmeister wurde umgehend hinzugezogen. Zeitgleich begann die mit der Einsatzleitung betraute Polizeiinspektion Regensburg-Süd mit der Planung der notwendigen Maßnahmen. Am frühen Morgen hat ein Roboter die Bombe gesprengt.


Die Bombe befand sich in einem nicht transportfähigen Zustand. Nach Rücksprache mit den Fachkräften war eine Sprengung nötig, verbunden mit einem weitreichenden Sicherheitsbereich. Die Evakuierungsmaßnahmen von etwa 4.500 Personen liefen umgehend an. Gegen 17.00 Uhr wurde die Bombe von Fachkräften des Sprengkommandos begutachtet. Dabei wurde festgestellt, dass sich die Bombe in einem nicht transportfähigen Zustand befindet,  von ihr möglicherweise eine konkrete Gefahr ausgeht und sie deshalb gesprengt werden muss. Aus diesem Grund ist ein Sicherheitsradius von 1.500 Metern festgelegt worden.

Zu diesem Bereich zählten u.a. das Gewerbegebiet rund um die Bukarester Straße, Irlmauth, Irl, die Firma Continental, der Osthafen, der Ölhafen, der Odessa-Ring, zum Teil Schwabelweis, Tegernheim und Hohes Kreuz. Auch die Staatsstraße 2660 (Straubinger Straße) verläuft durch den gesperrten Bereich. Die Stadt Regensburg hat als zuständige Sicherheitsbehörde die Gesamtkoordination übernommen. Ein Koordinierungsstab aller beteiligten Stellen, darunter Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, THW und weitere, wurde bei der Berufsfeuerwehr Regensburg eingerichtet.

Roboter übernahm die Arbeit

Zur Unterstützung des Sprengkommandos befand sich nun auch die Technische Sondergruppe (TSG) des Bayerischen Landeskriminalamtes aus München vor Ort. Da sich der Bombe nicht mehr genähert werden konnte, wurde auch ein spezieller Roboter zugeführt. Die Arbeit an der Bombe konnte erst nach Abschluss der Evakuierungsmaßnahmen, von denen etwa 4.500 Personen betroffen waren, beginnen. Eine Betreuungsstelle wurde in der Donauarena (Tor 9) eingerichtet. Ebenso konnten sich betroffene Bürger an das Bürgertelefon unter der Telefonnummer 0941/507- 2794 und -2795 wenden. Insbesondere bei benötigten Krankentransporten und erforderlicher Krankenbetreuung waren diese Nummern zu wählen.

Keine schwereren Schäden durch Sprengung

Die 250-Kilo-Fliegerbombe wurde von einem Spreng-Roboter am Mittwochmorgen um 4.41 Uhr erfolgreich gesprengt. Durch entsprechende Vorbereitungen der Fachdienste konnten nach ersten Erkenntnissen Schäden an der Infrastruktur vermieden werden. Im direkten Umfeld der Sprengung sind nach bisheriger Sichtung diverse Gebäudeschäden entstanden. Die Straßensperrungen wurden Stück für Stück abgebaut, so dass die Bürgerinnen und Bürger zurück in ihre Häuser und Wohnungen fahren bzw. gehen konnten. Nur die Straubinger Straße musste noch für geraume Zeit gesperrt bleiben.

Shuttle-Busse brachten die Bürgerinnen und Bürger von der Donau-Arena zurück in ihre Stadtteile. Zu Spitzenzeiten nutzten bis zu 900 Personen die Betreuungsstelle. Die Stadt dankt den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihre Unterstützung bei den Evakuierungsmaßnahmen, den über 400 Einsatzkräften der Polizei, der Rettungs- und Hilfsdienste, der Feuerwehr und dem THW für ihren Einsatz und dem Spreng-Team für die erfolgreiche Arbeit.


An folgenden Sammelstellen stehen Busse zur Betreuungsstelle Donau-Arena zur Verfügung:

  • Schwabelweis
    • Haltestelle Kirchstraße
    • Haltestelle Aumer
  • Irl
    • Hotel Held
  • Hohes Kreuz
    • BRK-Rettungswache
  • Tegernheim
    • REWE-Getränkemarkt

Der weitere zeitliche Verlauf ist derzeit nicht abzuschätzen. Es wird nochmals dafür um Verständnis gebeten, dass eine zeitliche Verschiebung aufgrund der von der Bombe ausgehenden Gefahr nicht möglich ist. Während der Arbeiten an der Bombe kann es kurzzeitig zu partiellen Abschaltungen von Strom und Gas kommen.