23. Oktober 2019 - 17:02

900 Jahre Pegnitz: Stadt feiert Jubiläum

Die Stadt Pegnitz feiert heuer 900 Jahre urkundliche Erwähnung. Auf der Zeichnung ist Pegnitz um das Jahr 1600 mit Rosenhof (rechts) zu sehen. Links die Überreste der Burg Böheimstein. Foto/Archiv: red

PEGNITZ. Die erste urkundliche Erwähnung Pegnitzs fand als „villa ad begenze“ vor 900 Jahren statt – im Jahr 1119 in der Stiftungsurkunde von Bischof Otto I. von Bamberg für das Kloster Michelfeld. Dieses Ereignis feiert die Stadt mit verschiedenen Veranstaltungen anlässlich des Jubiläums.


Der Expertentag für Münzen und Medaillen vor drei Wochen war die erste Veranstaltung anlässlich des Jubiläums und erfreute sich zahlreicher Besucher aus der ganzen Region. Auf Einladung des Archivs der Stadt Pegnitz bot Hubert Ruß aus München seine Dienste an und begutachtete kostenlos zahlreiche Münzen.

Münzprägung in Pegnitz

Zudem gab es etwas Geschichtliches aus Pegnitz. „In einer ganz kurzen Zeitepisode war es mal so, dass es in Pegnitz das Recht zur Münzprägung gab“, sagt Bürgermeister Uwe Raab, „und eine Münze, die aus dieser Zeit stammt, wurde extra nach Pegnitz geholt und hier ausgestellt.“

Es handelte sich dabei um die Pegnitzer Kippermünze, die in der Anfangszeit des Dreißigjährigen Krieges geprägt wurde. Ein Stück Pegnitzer Geschichte für alle Bewohner zum Greifen nahe. Als nächstes steht ein Besuch der Jubiläumsfeierlichkeiten in Michelfeld auf der Liste der Veranstaltungen. Denn dem Kloster in Michelfeld hat die Stadt auch seine erste Erwähnung zu verdanken.

Wanderung nach Michelfeld

Mit einer Wanderung, Radtour oder Busfahrt soll es von Pegnitz aus in Richtung Kloster gehen. Dazu bietet die Stadt einen Bus-Service an – die Abfahrt ist um 13.30 Uhr am Wiesweiherparkplatz. Die Wander- und Radfreunde treffen sich am neuen Rathaus gegen 11.30 Uhr.

„Unser Jubiläumsgeschenk an Michelfeld sind zwei Musikgruppen“, sagt Raab, „Die 3 Fregga und das Paginza-Quartett werden zu den Feierlichkeiten in Michelfeld spielen und sorgen für musikalische Unterhaltung.“ In der Vorbereitung der Feierlichkeiten anlässlich des Jubiläums habe man sich zusätzlich damit auseinandergesetzt, ob man ein Fest veranstaltet. Ähnlich wie im Jahr 2005, als man das Jubiläum 650 Jahre Stadt zelebrierte. „Wir haben bereits viele Feste“, sagt Raab, „wir hätten dann ein Stress-Szenario gehabt. Noch mal ein viertägiges Fest und vielleicht Konkurrenzveranstaltungen? Das wollten wir nicht.“

Picknick im Park

Die Stadt verteile lieber einzelne Veranstaltungen – mit historischen Vorträgen, einer Stadtführung und einem Picknick im Park. Pegnitz solle sich und seinen geschichtlichen Werdegang reflektieren und selbst kennenlernen können. So auch beim bereits genannten Picknick im Park am 16. Juni. „Wir hoffen, dass sich viele Menschen treffen“, sagt Raab, „Das probieren wir so erstmalig in Pegnitz aus.“ Das Ganze werde von Musikbands, Theatergruppen und Chören begleitet – wie zum Beispiel vom St. Thomas-Chor aus Trockau, einer öffentlichen Probe der Faust Festspiele oder dem KSB Werksorchester.

Die Feierlichkeiten enden mit der Ausstellung: Auf den Spuren der Pegnitzer Geschichte der vergangenen 900 Jahre. Diese findet im Bürgerzentrum vom 15. Juli bis zum 13. Oktober statt. „Zunächst würde ich mich aber über viele Besucher zur Maiwanderung nach Michelfeld freuen“, sagt Raab.