Wieder ein Eisstadion: Zahlreiche Verletzte nach Ammoniak-Austritt

Archivfoto: Reporter24

STRAUBING. Am Mittwochmorgen (27.03.2019) wurde im Eisstadion Am Hagen austretendes Ammoniak festgestellt. Nachdem eine Meldeanlage am Eisstadion Alarm ausgelöst hatte, stellten Einsatzkräfte der Feuerwehr um kurz vor 07:30 Uhr im Eisstadion auslaufendes Ammoniak fest. Nach ersten Erkenntnissen trat das Ammoniak aus einer beschädigten Leitung im Bereich der Spielfläche aus.


Am Morgen teilte die Polizei noch mit, dass für Anwohner keine Gefahr bestehe. Kurz darauf meldeten sich immer mehr Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden.

Die Anwohner werden gebeten Fenster und Türen geschlossen zu halten. Eine Gefahr für die Bevölkerung besteht derzeit nicht. (Polizeimeldung von 9.12 Uhr)

Unterdessen wurden über 150 Menschen evakuiert, 60 mussten untersucht und behandelt werden. Alleine aus einer in der Nähe des Eisstadions liegenden Schule wurden 118 Schüler evakuiert. Diese klagten zum Teil ebenfalls über Beschwerden. Die Schüler wurden in andere Schulen im Stadtgebiet gebracht. Bei 14 Personen wurden dann Verletzungen festgestellt, neun von ihnen mussten laut neuestem Stand der Polizei im Krankenhaus behandelt werden. Die anderen vorsorglich untersuchten Personen wurden von Angehörigen abgeholt bzw. haben die Verletztensammelstelle eigenständig verlassen. Die Stadt Straubing hat ein Bürgertelefon eingerichtet, dieses ist unter der Telefonnummer 09421/97168222 erreichbar. Am Bürgertelefon erhalten Anwohner unter anderem aktuelle Verhaltenshinweise.

Für den Personen- und Fahrzeugverkehr sind folgende Straßen gesperrt:

– Geiselhöringer Straße ab Kreisverkehr
– Regensburger Straße komplett
– Gartenstraße komplett
– Sperrung am Stadtgraben – Einfahrt Theresienplatz
– Westtangente ab Einmündung Meginhardstraße
– Am Hagen: Ostseite ab Spitaltor.

Gegen 17: 10 Uhr konnte durch die Feuerwehr Entwarnung gegeben werden, nachdem die Leitungen verschlossen wurden und die Messungen der Feuerwehr keine überhöhten Belastungen anzeigten. Alle Straßensperrungen und Warnmeldungen wurden unmittelbar aufgehoben. Die Betroffenen Anwohner können ab sofort in ihre Wohnungen zurück kehren. Insgesamt waren rund 150 Personen von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen.

Am Einsatz waren neben Beamten der Polizeiinspektion Straubing auch Angehörige umliegender Polizeidienststellen sowie Beamte der Bayerischen Bereitschaftspolizei beteiligt. Während der Verkehrssperrungen sowie den Evakuierungsmaßnahmen kam es zu keinen größeren Behinderungen. Die Polizei, Rettungs- und Einsatzkräfte bedanken sich für das umsichtige und verständnisvolle Verhalten aller Betroffenen.