Soziale Medien: Intime Fotos einer Fünftklässlerin verbreiten sich


BAYREUTH. Eine junge Realschülerin hat über die Plattform Snapchat Nacktfotos von sich verschickt, die Bilder wurden anschließend herumgeschickt. Die Polizei hat nun die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Kinderpornographie aufgenommen.




Aufgrunddessen weist die oberfränkische Polizei laut Informationen der Frankenpost auf einen bedachten Umgang mit dem Handy und den sozialen Netzwerken hin. Das Thema ist besonders aktuell, da zuletzt eine Realschülerin aus der fünften Klasse einem Freund über das Smartphone Nacktfotos von sich verschickte. Kurz darauf verbreiteten sich die anzüglichen Bilder auf dem Schulhof. Der Sachverhalt fiel den Lehrerin erst auf, als sich die junge Schülerin selbst Verletzungen zufügte. Schließlich meldete der Schuldirektor den Fall der Polizei.




Die meisten sozialen Medien weisen in ihren Nutzungsbedingungen darauf hin, dass die Nutzung erst ab 13 oder gar 16 Jahren gestattet ist, doch in vielen Fällen werden diese Altersbegrenzungen umgangen. So auch im Fall der Realschülerin, die laut Frankenpost jünger als 13 Jahre alt ist.

Da die Smartphone-Nutzer immer jünger werden, weist die Polizei zusätzlich darauf hin, so die Frankenpost, dass auch die Eltern ein Auge auf das Nutzungsverhalten ihrer Kinder haben sollten.




Im Allgemeinen sollte gut überlegt werden, welche Fotos man von sich in sozialen Medien oder auch privat verbreitet. Im Gegenzug sollten solch intimen Bilder allerdings auch keinesfalls weitergeschickt oder ungefragt veröffentlicht werden, da man sich damit unter anderem sogar strafbar machen könnte. Im Fall der Schülerin habe die Polizei mehrere Mobiltelefone beschlagnahmt, er werde sogar Ermittlungen geführt wegen des Vorwurfs der Verbreitung von Kinderpornographie.

Falls man selbst Opfer solcher Veröffentlichung wird, kann man sich beim Seitenbetreiber oder bei den Internetseiten „www.jugendschutz.net“ oder „www.internet-beschwerdestelle.de“ melden. In besonders schweren Fällen sollte man die Polizei kontaktieren.