Sicherheitsbericht 2018 des Polizeipräsidiums Niederbayern

Reporter 24 - Branding
Symbolbild: pattilabelle/stock.adobe.com

STRAUBING, NIEDERBAYERN. Am 19.03.2019 wurde der Sicherheitsbericht 2018 des Polizeipräsidiums Niederbayern veröffentlicht.




Im Rahmen eines Pressegespräches stellten Polizeipräsident Herbert Wenzl, Polizeivizepräsident Manfred Jahn und Leitender Kriminaldirektor Paul Mader den Sicherheitsbericht 2018 des Polizeipräsidiums Niederbayern vor.

Herbert Wenzl betonte dabei, dass die Sicherheitslage in Niederbayern als hervorragend bezeichnet werden kann. Von 2017 auf 2018 war ein Rückgang der Straftaten zu verzeichnen, im Zehnjahres-Vergleich markierte das vergangene Jahr sogar den Tiefststand bei den erfassten Straftaten. Das Polizeipräsidium Niederbayern weist die niedrigste Häufigkeitszahl im bayernweiten Vergleich auf und kann erneut eine überdurchschnittliche Aufklärungsquote vorweisen.

Statistiken aus dem Sicherheitsbericht 2018 der Polizei Niederbayern

Vorbemerkung / Strukturdaten

Die Polizeiliche Kriminalstatik (PKS) ist eine Zusammenstellung aller polizeilich bekannt gewordenen strafrechtlichen Sachverhalte. Die PKS beinhaltet Verstöße nach dem Strafgesetzbuch und den strafrechtlichen Nebengesetzen ohne Verkehrs- und Staatsschutzdelikte. Diese werden in einer separaten Staatsschutz- bzw. Verkehrsstatistik abgebildet.

In Niederbayern leben 1.230.037 gemeldete Einwohner auf einer Fläche von 10.326,05 km2. Der Ausländeranteil beträgt 8,53 Prozent.

Die polizeiliche Betreuung des Gebietes erfolgt durch das Polizeipräsidium Niederbayern mit den nachgeordneten Dienststellen und Organisationseinheiten.




Kriminalitätsentwicklung in Niederbayern – Überblick

 

Im Jahr 2018 wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern 47.083 Straftaten statistisch erfasst, dies stellt einen Rückgang um 301 Delikte oder 0,6 Prozent dar. Zugleich handelt es sich um den niedrigsten Wert im 10-Jahres-Vergleich.

Ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Verstöße wurden 43.550 Delikte erfasst, hier sind die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr marginal gestiegen.

Die Aufklärungsquote (AQ) lag mit 68,2 Prozent (2017: 68 %) deutlich über dem bayerischen Durchschnitt von 64,5 Prozent.

Mit einer Häufigkeitszahl (HZ) von 3.541 Straftaten pro 100.000 Einwohner (ohne ausländerrechtliche Delikte) liegt das Polizeipräsidium Niederbayern erheblich unter dem Landesdurchschnitt von 4.571 und weist dabei im Vergleich mit den anderen bayerischen Polizeipräsidien den niedrigsten Wert auf.




Es konnten 29.684 Fälle geklärt und dabei 21.955 Tatverdächtige ermittelt werden. Wie in den letzten Jahren war auch 2018 die überwiegende Zahl der Tatverdächtigen mit 78,2 % männlich. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen erhöhte sich um 0,3 % auf 6.861 Personen (31,3 % aller Tatverdächtigen).

10.449 Menschen wurden 2018 Opfer einer Straftat. Dies stellt gegenüber 2017 einen Rückgang um 193 Personen (-1,8 %) dar.

Bei der Betrachtung der Gesamtkriminalität stellen die Diebstahlsdelikte mit 11.076 (-5,7 %) die meisten Fallzahlen, gefolgt von den Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit mit 8.241 (-5,8 %) Fällen. Nach extremen Spitzenwerten in den Jahren 2015 und 2016 ist bei den Verstößen nach dem Aufenthaltsgesetz erneut ein Rückgang um 10,5 % zu verzeichnen.




Gewaltkriminalität

Unter der Rubrik Gewaltkriminalität werden die Delikte Mord, Totschlag, Tötung auf Ver- langen, Vergewaltigung, Raub, räuberische Erpressung, räuberischer Angriff auf Kraftfahrer, Körperverletzung mit Todesfolge, gefährliche und schwere Körperverletzung, erpresserischer Menschenraub, Geiselnahme und Angriff auf den Luft- und Schienenverkehr zusammengefasst.

Insgesamt war bei der Gewaltkriminalität ein Rückgang um 4,3 Prozent zu verzeichnen.

Delikte der Gewaltkriminalität haben nur einen Anteil von 3,4 % an der Gesamtkriminalität, trotzdem beeinflussen einzelne Straftaten aufgrund der Schwere der Delikte das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung.

Die Kriminalstatistik weist im Bereich der Gewaltkriminalität seit Jahren eine überdurchschnittlich hohe Aufklärungsquote auf, im Jahr 2018 lag diese bei 85,7 Prozent.

Der Anstieg im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ist zu einem erheblichen Teil auf die Novellierung des Sexualstrafrechts im November 2016 zurückzuführen. Mit der Gesetzesänderung wurden zur Verbesserung des Schutzes der sexuellen Selbstbestimmung Tathandlungen, die bis dahin (lediglich) den Tatbestand der Beleidigung auf sexueller Grundlage (§ 185 StGB) erfüllten, den neu geschaffenen Tatbeständen im Bereich der Sexualstraftaten zugeordnet.




Straßenkriminalität

Als Straßenkriminalität wird eine Auswahl an Einzeldelikten zusammengefasst, die in ihrer Tatphase ausschließlich oder überwiegend auf öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen begangen werden. Der Straftatenkatalog umfasst u.a. Delikte wie die überfallartige Vergewaltigung durch Einzeltäter, exhibitionistische Handlungen, gefährliche und schwere Körperverletzung auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen, Sachbeschädigungen sowie Raub und Diebstahl auf Straßen.

Obwohl die Zahl der erfassten Delikte 2018 um 10 Fälle anstieg, markieren 2017 und 2018 jedoch die niedrigsten Werte im Langzeitvergleich.

Die Gesamtzahl im Deliktsfeld Straßenkriminalität setzt sich vorwiegend aus Sachbeschädigungsdelikten (3.348), Fahrraddiebstählen (1.533) und Diebstählen aus/an Kfz (1.256) zusammen.

Schwerere Delikte wie Straßenraub (40), sexuelle Belästigung (145) oder schwere bzw. gefährliche Körperverletzung (443) sind in der Minderzahl. Erfreulich ist, dass bei diesen Delikten eine vergleichsweise hohe Aufklärungsquote vorliegt. So konnten 8 von 10 Körperverletzungs- bzw. Sexualdelikten und jeder zweite Straßenraub aufgeklärt werden.




Rauschgiftkriminalität

Im Bereich der Rauschgiftkriminalität hat sich die steigende Tendenz der Vorjahre fortgesetzt. 2018 wurde mit 3.731 Vorgängen der Höchststand im Zehnjahres-Vergleich erreicht. Da es sich bei der Rauschgiftkriminalität um sogenannte Kontrollkriminalität handelt, ist die hohe Fallzahl zugleich ein Beleg für die erfolgreiche Arbeit der Rauschgiftermittler und die Aufhellung des Dunkelfeldes.

Die allgemeinen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, z. B. illegaler Erwerb von Betäubungsmitteln, stellen mit 2.666 Delikten die meisten Fallzahlen. Bei den allgemeinen Verstößen wurden 267 Fälle mehr erfasst als 2017. Auch beim Illegalen Handel mit Betäubungsmitteln stieg die Zahl der erfassten Delikte auf 636 Fälle (+ 79) an.

Cannabisprodukte stehen nach wie vor unangefochten an der ersten Stelle der missbräuchlich benutzen Betäubungsmittel.

Obwohl sich die Zahl der Rauschgifttoten gegenüber 2017 (45) halbiert hat, starben 22 Personen im Alter zwischen 20 und 49 Jahren an den Folgen ihres Drogenkonsums.




Diebstahlskriminalität

Bei den Delikten der Diebstahlskriminalität hat sich die rückläufige Tendenz der Vorjahre mit einem deutlichen Minus von 665 Fällen bzw. 5,7 % fortgesetzt. Damit ist mit 11.076 Fällen der geringste Wert im Vergleich der zurückliegenden zehn Jahre erreicht.

Den überwiegenden Teil der Delikte stellen mit 7.295 Fällen die einfachen Diebstähle (-5,6 %). Der Diebstahl von Fahrrädern schlägt mit 1.598 Fällen (-5,6 %), der Ladendiebstahl mit 1.907 (-7,8 %) zu Buche.

3.781 Diebstähle fallen strafrechtlich unter die Begehungsweise des schweren Diebstahls. In diesem Bereich ist bei den Diebstählen aus Dienst-, Büro- oder Fabrikationsräumen ein erheblicher Rückgang um 36,3 % auf 288 Fälle zu verzeichnen, während bei Diebstählen aus Gaststätten und Hotels ein Anstieg um 24 auf 161 Delikte registriert wurde.




Kfz-Diebstahlskriminalität – Phänomen Keyless-Go

Erfreulich ist die Entwicklung beim Diebstahl von Kraftfahrzeugen. Hier sanken die jährlichen Fallzahlen beinahe durchgängig seit dem massiven Anstieg im Jahre 2010.

Seit Beginn des Jahres 2016 kommt es auch in Bayern vermehrt zu Diebstählen hochwertiger Kraftfahrzeuge, die mit Keyless-Go Schließsystemen (schlüssellose Startsysteme) ausgestattet sind.

Bisherige Erkenntnisse belegen, dass die Fahrzeuge unter Einsatz eines sogenannten„Funkstreckenverlängerers“ entwendet und verschoben werden. Die Täter nehmen dabei daselektronische Signal des Fahrzeugschlüssels, der eigentlich sicher verwahrt im Haus liegt, auf. Das aufgenommene bzw. zum Fahrzeug verlängerte Signal reicht aus, um den Pkw zu öffnen, die elektronische Wegfahrsperre freizugeben und das Fahrzeug zu starten.

Mit elf registrierten Straftaten 2018 und insgesamt 29 Fällen seit 2016 ist der Regierungsbezirk Niederbayern vom Phänomen Keyless-Go im Vergleich mit den benachbarten Polizeipräsidien gering belastet. Ein Beuteschaden von über 2,3 Millionen Euro belegt, dass bei diesem Phänomen die Täter ausschließlich hochpreisige Fahrzeuge entwenden.

Mittlerweile ist festzustellen, dass neben Pkw auch hochwertige Motorräder mit Keyless-Go System entwendet werden. Im Herbst 2018 kam es in Niederbayern zu zwei Diebstählen von Motorrädern die mit Keyless-Go ausgestattet waren.




Diebstahlskriminalität – Wohnungseinbruchdiebstahl

Das Deliktsfeld des Wohnungseinbruchdiebstahls ist zwar zahlenmäßig vergleichsweise gering, beeinträchtigt jedoch das Sicherheitsgefühl der Betroffenen enorm. Bedeutet doch jeder Einbruch in die eigenen vier Wände eine massive Verletzung der Privatsphäre.

Der Wohnungseinbruchdiebstahl erreichte nach ursprünglich niedrigen Ausgangszahlen 2014 und 2015 einen Höchststand. Seit diesen Jahren ist ein kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen. Erfreulich ist, dass die Aufklärungsquote 2018 wieder gesteigert werden konnte.

Der Schwerpunkt der Delikte liegt in Niederbayern im Raum Landshut.

Zum Maßnahmenpaket des Polizeipräsidiums Niederbayern im Kampf gegen die Wohnungseinbruchkriminalität gehört unter anderem, dass die Bearbeitung der Einbrüche durch spezialisierte Ermittlungsgruppen bei den Kriminalpolizeiinspektionen erfolgt.




Politisch motivierte Kriminalität und Reichsbürger

Staatsschutzdelikte werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik nicht erfasst. Zusammen mit Delikten der allgemeinen Kriminalität wie z. B. Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung, die unter einem politischen Motiv, insbesondere gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung begangen werden, bilden sie den Bereich der „Politisch Moti-vierten Kriminalität“ (PMK). Die PMK wird in fünf Phänomenbereiche, angelehnt an die jeweilige ideologische Ausrichtung, aufgeteilt.

2018 stieg die Zahl der registrierten Staatsschutzdelikte um 13 Fälle auf 334 Delikte an. Allgemein ist festzustellen, dass sich auch die PMK immer stärker ins Internet verlagert.

Aus der tabellarischen Auflistung ist ersichtlich, dass die politisch motivierten Straftaten –rechts – auch im aktuellen Berichtsjahr mit 68,8 % den weitaus größten Teil der PMK ausmachen. Die überwiegende Zahl der Fälle bewegt sich im Bereich der Propagandadelikte (Verbreiten von Propagandamitteln / Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen), der Volksverhetzung und Sachbeschädigungen.

Im Zusammenhang mit einer Versammlung von Asylbewerbern am 20.12.2017 in Deggendorf kam es zu einer Vielzahl von sogenannten Hasskommentaren. Die Kriminalpolizei Straubing ermittelte in diesem Zusammenhang 246 Tatverdächtige (siehe Pressemeldung der Polizei Niederbayern vom 08.03.2019).

Unter sonstige Staatschutzdelikte fallen Taten, die keiner linken, rechten, ausländischen oder religiösen Organisation / Ideologie zugeordnet werden können oder bei denen der Täter offenbar ohne politisch zuordenbare Motivation ein relevantes Delikt begangen hat. Für einen Großteil der „PMK – sonstige“ ist die „Reichsbürgerbewegung“ verantwortlich. In Niederbayern sind 270 Personen als Reichsbürger eingestuft. Strafrechtlicht treten sie überwiegend mit Beleidigungen, Erpressung, Nötigung oder falscher Verdächtigung in Erscheinung.




Callcenter- und Enkeltrick-Betrug

Bei diesen Kriminalitätsphänomenen handelt es sich um Formen des Trickbetruges. Die Täter nehmen hierzu aus Callcentern im Ausland Kontakt zu den Opfern auf, um diese unter Vorspiegelung einer Legende zu einer Vermögensverfügung zu verleiten.

Die älteste „Masche“ in diesem Phänomenbereich ist der Enkeltrickbetrug. Durch eine äußerst geschickte Gesprächsführung täuschen die Täter den zumeist älteren Opfern ein Verwandtschaftsverhältnis vor.

Zu den neueren „Maschen“ gehören die „falschen Polizeibeamten“ bei denen sich die Täterals Polizeibeamte oder Staatsanwälte ausgeben.

Eine weitere „Masche“ stellen die falschen Gewinnversprechen dar. Hier sollen die Opfer vorAuszahlung eines Geld- oder Sachgewinns angebliche Gebühren oder Kosten bezahlen.

In Niederbayern hat sich die Anzahl der zur Anzeige gebrachten Vorfälle im Vergleich zu 2017 mehr als verdreifacht, der entstandene Vermögensschaden ist jedoch im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (-6,4 %).

Positiv zu vermerken ist, dass in fast 9 von 10 Fällen die Täter keinen Erfolg haben und es beim Versuch bleibt.

Zur Bekämpfung dieses Phänomens ist die niederbayerische Polizei offensiv an die Öffentlichkeit gegangen, unter anderem mit einer Pressekonferenz unter Beteiligung der Staatsanwaltschaft Landshut. Weiterhin wurden verschiedene Präventions- und Infoveranstaltungen angeboten.

Im Präsidialbereich wurde die Ermittlungstätigkeit bei einer Kriminalpolizeidienststelle zentralisiert. In Zusammenarbeit mit dem BKA, dem BLKA und den Zentralstellen anderer bayerischer Polizeipräsidien werden länderübergreifende Ermittlungen geführt. Ziel ist die Zerschlagung der Callcenter im Ausland und die Festnahme der Drahtzieher.




Kriminalität durch Zuwanderer

Nach der bundeseinheitlichen Definition sind unter dem Begriff Zuwanderer alle Nichtdeutschen zu subsumieren, auf deren Aufenthaltsanlass einer der folgenden Kriterien zutrifft:

  • Asylbewerber
  • international / national Schutzberechtigte und Asylberechtigte
  • Kontingentflüchtlinge
  • Duldung
  • unerlaubter Aufenthalt

Bei der Kriminalität durch Zuwanderer handelt es sich um eine weitere Differenzierung der durch Ausländer verursachten Kriminalität. Die Fallzahlen in diesem Bereich sind von 2017 auf 2018 um 5,8 % auf 2.885 Delikte angestiegen (ohne ausländerrechtliche Verstöße).

Von 21.955 ermittelten Tatverdächtigen beträgt der Anteil aller nichtdeutschen Tatverdächtigen 6.861 (31,3 %). 1.989 Tatverdächtige wurden allein unter den Zuwanderern ermittelt (9,1 %); damit sind sie überproportional am Kriminalitätsgeschehen beteiligt.

Da viele Zuwanderer in Gemeinschaftsunterkünften leben, ereignet sich dort zwangsläufig ein großer Teil der Delikte (27 %). Insbesondere Rauschgift- und Körperverletzungsdelikte dominieren hier.

In 594 Fällen waren sowohl der Tatverdächtige als auch das Opfer Zuwanderer, in der überwiegenden Zahl der Fälle handelte es sich um Körperverletzungsdelikte (511).




Subjektive Sicherheit

Polizeipräsident Herbert Wenzl: „Die objektive Sicherheitslage kann als hervorragend bezeichnet werden.“

Die Sicherheitsberichte des Polizeipräsidiums Niederbayern der letzten Jahre weisen in Niederbayern ein hohes Sicherheitsniveau aus. Die Kriminalstatistik zeigt hohe Aufklärungsraten und zurückgehende Fallzahlen.

Diese ausgezeichnete Sicherheitslage spiegelt sich leider nicht immer im Sicherheitsgefühl der Bevölkerung wider. Angesichts der aktuellen gesamtgesellschaftlichen Entwicklung scheint die subjektive Sicht auf das Thema Sicherheit immer mehr in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu rücken. Die Polizei ist deshalb auch auf diesem Gebiet mehr gefordert als in der Vergangenheit.

Zur Steigerung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung führen die Schutzpolizeidienststellen in Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet Ordnungs- und Schutzaufgaben des Polizeipräsidiums Niederbayern bereits seit längerer Zeit verschiedenste Maßnahmen durch. Dies sind unter anderem:

  • Die verstärkte offene Polizeipräsenz an Brennpunkten.
  • EingesondertesKonzeptfürdieniederbayerischenMittelstädtezurbedarfsorientierten Präsenzerhöhung.
  • Kontaktbeamte für Bürger und Gewerbetreibende.
  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der niederbayerischen Sicherheitswacht leisten durch ihr ehrenamtliches Engagement seit langem einen bedeutsamen Beitrag zur Steigerung des Sicherheitsempfindens.

Das Polizeipräsidium Niederbayern hat es sich dieses Jahr zum Ziel gesetzt, auch im Innenverhältnis die Diskrepanz zwischen objektiver Sicherheitslage und dem Sicherheitsempfinden der Bevölkerung verstärkt zu thematisieren.


Den Sicherheitsbericht in aller Ausführlichkeit können Sie hier einsehen.