Pegnitzer „Einheitslinde“ entfernt: Der etwas andere Umzug

Foto: Stadt Pegnitz

PEGNITZ. Für große Augen sorgte gestern in Pegnitz eine Fachfirma für Baumbewegungen. Das Pegnitzer Symbol der Deutschen Einheit wurde versetzt. 




Die so genannte Einheitslinde, die 1990 am Tag der Deutschen Einheit gepflanzt wurde, steht jetzt im Wiesweiherpark. Im Zuge der Kanalbaumaßnahme „im Bereich Alte Poststraße mit Querung der Bundesstraße B2“ musste der Baum laut Angaben der Stadt entfernt werden. Die große Linde befand sich direkt beim Autohaus Kotzbauer im Baubereich der Kanaltrasse. Um die Einheitslinde zu erhalten, wurde diese durch eine Fachfirma aus Heideck, am Donnerstag verpflanzt. Nachdem sie am alten Standort durch eine Rundspatenmaschine herausgenommen wurde, ist sie zum neuen Standort in der Wiesweiherparkanlage transportiert worden. Dort konnte sie fachgerecht in ein vorbereitetes Pflanzloch gesetzt werden.

Spatenstich XXL. Foto: Stadt Pegnitz



Unmittelbar nach der Verpflanzung erfolgt nun die Nachversorgung des Baumes, „durch das Anlegen einer Rehabilitationszone rund um den gestochenen Ballen“, sagt Bernd Küster von der Fachfirma Opitz aus Heideck. Dies sei wichtig für die weitere Entwicklung und die Nährstoffversorgung des frisch verpflanzten Baumes. Auch der so genannte Kronenschnitt sei bereits durch die Firma erfolgt. Die Stadt Pegnitz müsse nun nur noch ausreichend wässern und düngen. „Das übernimmt der städtische Bauhof“, sagt Bürgermeister Uwe Raab auf R24-Nachfrage. „Unsere Gärtner im Bauhof gehen fest davon aus, dass der neue Baum sich gut integriert“. Alle notwendigen Vorkehrungen seien hierzu getroffen worden.

Es macht uns große Freude, wenn wir sehen, dass die für unsere Kunden verpflanzten Bäume in einem top gepflegten Zustand weiter wachsen und gedeihen. (Tom und Heike Braam von der Firma Opitz)

In Pegnitz hat man bereits Erfahrung mit der Umsetzung von Bäumen. Auch am Cabriosol stehen Bäume von Obi-Gelände. Dass mal etwas schief geht, „wäre ungewöhnlich“, sagt Köster. Er und seine Kollegen würden sowohl in der Vorbereitung, als auch in der Nachbereitung alles dafür tun, dass die „Umzugskunden“ weiterhin wachsen und gedeihen. Und das ist sicherlich sinnvoller, als gedankenloses Abholzen, wie es in manch anderen Städten und Gemeinden gemacht wird.

Punktlandung im Wiesweiherweg. Foto: Stadt Pegnitz







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