16. Februar 2020 - 03:41

Naturgarten: Studenten warten auf den Spatenstich

Die Mitglieder des Vereins Summer in der City um Projektleiter Thomas Pickel (hintere Reihe, Dritter von links) warten nur noch auf den Startschuss, um mit den Arbeiten am Naturgarten loszulegen. Dafür benötigen sie jedoch noch jede Art von (Garten-) Werkzeugen, von der Säge bis zum Spaten ist alles willkommen. Foto: Andras Harbach

BAYREUTH. Die Planung ist abgeschlossen, die Mitglieder des Vereins Summer in der City stehen, die Spaten griffbereit, in den Startlöchern, um möglichst bald mit den Vorarbeiten für den Naturgarten in der Wilhelminenaue zu beginnen. Auf dem Gelände des Ökologisch-Botanischen Gartens (ÖBG) der Universität Bayreuth haben sie und Projektleiter Thomas Pickel bereits viele Hundert Samen ausgebracht, um die ersten Pflanzen für den Naturgarten zu ziehen.


Sie haben stundenlang, bis tief in die Nacht, die Planung für den Naturgarten überarbeitet. Haben auf einer Fläche im ÖBG jede Menge Saatgut ausgebracht, sagt Pickel, aus dem rund 500 Pflanzen spießen sollen, darunter Wiesenbocksbart vom Oschenberg, Schlüsselblumen, Sandröschen und viele mehr, die später an den neuen Standort, den Naturgarten, verpflanzt werden sollen. Nächsten Donnerstag wird Pickel schon mal mehrere Tonnen Reisig und Totholz zum Gelände am ehemaligen Eingang der Landesgartenschau transportieren lassen. Er setzt dabei auf die Unterstützung des Stadtgartenamtes, das das Material gespendet hat. Verwendet wird das Material für den Bau einer Benjeshecke, die den Naturgarten von der angrenzenden, landwirtschaftlich genutzten Fläche abgrenzen soll. „Wir könnten eigentlich loslegen“, sagt Pickel. Wenn da nicht noch der Spatenstich wäre. Der offizielle Startschuss durch die Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe sozusagen. Und der wird wohl nicht vor Ende April erfolgen. Terminschwierigkeiten, heißt es.

Besonders erfreut sind Pickel und die rund 70 Mitglieder des Vereins Summer in der City darüber, dass sich mit der Grundschule im Stadtteil St. Johannis eine Partnerschule gefunden hat. Die Schüler sollen in die Schaffung des Naturparks und darüber hinaus natürlich einbezogen werden. Beschlossen ist auch, dass der Schulchor die offizielle Eröffnung musikalisch gestalten wird.

Viel Geld in wenigen Wochen

Und noch einen zweiten Anlass zur Freude gibt es: Die Crowdfunding-Aktion hat bereits knapp 20 000 Euro eingebracht. Viel Geld, das da in nur wenigen Wochen zusammengekommen ist. Bis zum gesetzten Ziel fehlen jedoch noch 5000 Euro. Wobei auch diese Summe noch nicht ausreicht, um das Projekt in seiner Gesamtplanung umzusetzen. Die endgültigen Kosten dürften sich nahezu verdoppeln. Deshalb, sagt Pickel, hoffe man auf den einen oder anderen Großsponsor, der seine finanzielle Beteiligung bestimmt werbetechnisch nutzen kann. Der Verein werde in seinen Publikationen und auf Tafeln am Gelände die großen Sponsoren auf jeden Fall nennen. Und weil sich immer wieder potenzielle Spender melden, die sich nicht an der Crowdfunding-Aktion beteiligen, aber trotzdem spenden wollen, hat der Verein jetzt auch die Möglichkeit geschaffen, Spenden auf das Vereinskonto überweisen zu können.

An Unterstützung mangelt es dem Verein nicht. Neben zahlreichen Vereinen wie dem Bayreuther Imkerverein stellen auch die Mitarbeiter des Stadtgartenamtes um dessen Leiter Robert Pfeifer ihre fachliche und praktische Unterstützung zur Verfügung. Aber auch zahlreiche Privatpersonen, die nicht dem Verein angehören, hätten sich schon dazugesellt. Das zeige ihm, so Pickel, dass der Naturgarten schon jetzt auf großes Interesse und Zustimmung stößt. Kein Wunder: Schließlich handle es sich beim Naturgarten um ein einmaliges Projekt, das durch ehrenamtliches Engagement umgesetzt werde. Pickel: „Das ist eine Super-Aktion mit einem immensen generationenübergreifenden und sozialen Wert.“

„Wir stehen fachlich in regem Kontakt“, sagt der Leiter des Stadtgartenamtes Robert Pfeifer. Man habe bei der Aufstellung der Pflanzenliste mitgearbeitet, stelle Pflanzmaterial zur Verfügung und helfe auch sonst mit Rat und Tat. Schließlich, betont Pfeifer, handle es sich beim Naturgarten um ein „Projekt mit Vorbildcharakter“.

Info: Weitere Infos im Internet unter www.summmerindercity.de