Zweite Fliegerbombe in Obertraubling gefunden


OBERTRAUBLING. Östlich der Anno-Santo-Siedlung in Obertraubling ist am Montagnachmittag, 11.02.2019, bei Sondierungen in einem Feld eine Fliegerbombe aufgefunden worden. Im weiteren Verlauf entdeckten die Einsatzkräfte eine zweite Bombe. Diese muss laut Polizeiangaben vor Ort gesprengt werden. 




Update 17.15 Uhr: Ab 13.38 Uhr war der Sicherheitsbereich komplett geräumt und Herr Weiß von der Fa. Tauber konnte mit der Entschärfung der Fliegerbombe beginnen. Gegen 15.10 Uhr meldeten Herr Weiß und seine Kollegen, dass die Entschärfung der Bombe und die Sprengung der Granate erfolgreich war und die Bergung der Bombe erfolgt ist. Der Einsatz verlief aus Sicht der Einsatzkräfte störungsfrei.

Die Spezialisten der Kampfmittelräumung haben mitgeteilt, dass bei der Freilegung der 500 kg-Bombe in unmittelbarer Nähe eine zweite Bombe gefunden wurde. Dabei soll es sich um eine 10 Kilogramm-Fragmentbombe handeln. Bei der Begutachtung kam man zu dem Ergebnis, dass diese vor Ort gesprengt werden muss. Bei der ersten Bombe handelt es sich um eine britische Fliegerbombe mit einem Gewicht von 500 Kilogramm. Sie verfügt über zwei Zünder und liegt etwa in 2 Metern Tiefe senkrecht in der Erde. Der Sprengkörper ist derzeit freigelegt und entsprechend abgesichert. Die genaue Untersuchung kann erst nach der abgeschlossenen Evakuierung beginnen.

Nach Mitteilung der Spezialisten der vor Ort befindlichen Firma zur Kampfmittelräumung muss die Entschärfung vor Ort erfolgen. Zur Sicherheit der Bevölkerung ist um den Fundort herum eine Sicherheitszone mit einem Radius von 700 Metern festgelegt werden. Dabei sind Teile von Obertraubling, Niedertraubling und Neutraubling betroffen.



Die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst beginnen am Dienstag, 12.02.2019, ab 9 Uhr, mit der Evakuierung des betroffenen Areals. Mit Abschluss der Evakuierung wird die Entschärfung begonnen. Dies wird voraussichtlich am frühen Nachmittag der Fall sein.

Neue Hinweise nach zweitem Fund

Die Evakuierung und alle Maßnahmen werden wie gestern angekündigt durchgeführt. Für die Bevölkerung besteht weiterhin keine Gefahr. Auch der Zeitplan mit der Evakuierung ab 09.00 Uhr bleibt gleich. Sobald die große 500 kg- Bombe entschärft ist, wird der Sprengmeister die 10 kg-Bombe vor Ort sprengen. Dazu muss der Sicherheitsbereich aufrecht erhalten bleiben.

Es werden umfangreiche Verkehrsmaßnahmen eingerichtet. Ab 9 Uhr wird im Nordwesten die B15 in Richtung Gewerbegebiet Nord ab der Herbert-Quandt-Allee gesperrt. Der Lieferverkehr zum BMW-Tor Süd, welches außerhalb des Gefahrenradius liegt, bleibt möglich. Im Westen bzw. im Südwesten bleibt die Piesenkofener Straße und die Landshuter Straße bzw. die B15 weiterhin befahrbar. Die Walhallastraße wird in südliche Richtung ab der Südumgehung gesperrt. Im Osten ist in Niedertraubling die Mangoldinger Straße ab der Ortseinfahrt gesperrt.




  • Mit Verkehrsbehinderungen in und um Obertraubling sowie auf den Umleitungsstrecken ist zu rechnen.
  • Der Zugverkehr entlang der Bahnlinie Regensburg-München wird für die Zeit der Entschärfung eingestellt.
  • Der Bahnhof Obertraubling wird bis 13.35 Uhr angefahren und wird ab dann gesperrt.
  • Der Nachmittagsunterricht an der Realschule Obertraubling entfällt.
  • Der Betrieb der Firma BMW ist durch die Maßnahmen nicht betroffen.
  • An der Grundschule Obertraubling (Hermann-Zierer-Grundschule), Piesenkofener Straße 10, ist ab 09.00 Uhr bis Einsatzende eine Notunterkunft eingerichtet.



Bürgertelefon eingerichtet

Für betroffene Bürgerinnen und Bürger ist unter der Telefonnummer 09401/960 115 ein Bürgertelefon eingerichtet. Hier können Auskünfte über gesperrte Bereiche und Hilfsangebote, beispielsweise zu medizinischen oder nicht-medizinischen Transporten zur Notunterkunft, angefragt werden.

Das Bürgertelefon ist am 11.02.2019 bis 21 Uhr und am 12.02.2019 ab 7 Uhr besetzt. Etwaige Änderungen werden wir umgehend mitteilen. Die Einsatzleitung seitens der Polizei obliegt dem Leiter der Polizeiinspektion Neutraubling. Die Pressearbeit erfolgt durch die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberpfalz.

Wir bitten die Betroffenen möglichst frühzeitig den Bereich zu verlassen und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Je früher die Evakuierung abgeschlossen ist, desto schneller kann der gesperrte Bereich wieder für alle freigegeben werden. Wir bedanken uns schon jetzt für das Verständnis und die Kooperation. (EPHK Thomas Rölz, Leiter der PI Neutraubling)







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