Wie die Bombe in Nürnberg gesprengt wurde

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NÜRNBERG. Großalarm in Nürnberg. Bei Bauarbeiten an einer Lärmschutzwand nahe der Südwesttangente, wurde eine mutmaßliche Weltkriegsbombe gefunden. Der Kampfmittelräumdienst geht laut Polizeiangaben von einer „akuten Gefahr“ aus und ordnete einen Sicherheitsradius von einem Kilometer an. Am Abend wurde die Bombe dann gesprengt. 




 

Die evakuierten Anwohner können wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

LIVE Ticker:

(Stand 23:35 Uhr): Beim Nürnberger Bürgertelefon sind bisher über 750 Anrufe eingegangen. Das Bürgertelefon ist noch die ganze Nacht besetzt.

(Stand 23:33 Uhr): Auch die Straßensperren sind aufgehoben und die Südwesttangente ist wieder befahrbar.

(Stand 23:33 Uhr): Seit 23.30 Uhr ist der Katastrophenalarm aufgehoben. Das Evakuierungsgebiet ist wieder freigegeben.




(Stand 23:32 Uhr): Die Flugverbotszone wird aufgehoben. Auch für die Kanal-Schifffahrt gelten keine Beschränkungen mehr.

(Stand 23:30 Uhr): Erste Kontrollen ergaben auf Nürnberger und Fürther Gebiet keine Schäden an Gebäuden, auch nicht an der Glas-Pyramide. Saubere Arbeit!

(Stand 23:25 Uhr): Der Polizeihubschrauber zieht noch seine Bahnen.

(Stand 23:15 Uhr): Die Sprengung hat die Bombe erfolgreich entschärft. Es sind keine Kollateralschäden zu sehen.

(Stand 23:08 Uhr): Die Sprengung der Fliegerbombe wurde erfolgreich ausgelöst. Es war keine Detonation zu hören. Die Firma Tauber inspiziert jetzt die Grube.

(Stand 23:04 Uhr): Es hat Buuuuuuum gemacht.

(Stand 23:00 Uhr): Noch ist es ruhig

(Stand 22:52 Uhr): Die kontrollierte Sprengung der Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird pünktlich gegen 23 Uhr erfolgen. Aktuell werden von der Fundstelle Gerüste, die Beleuchtung und die Wasserzufuhr entfernt.




(Stand 22:46 Uhr): Der Sprengmeister checkt jetzt alles nochmal ab.

(Stand 22:41 Uhr): Es gibt keine Warnsirene oder Signale vor der Sprengung.

(Stand 22:40 Uhr): Es beginnt die heiße Phase.

Foto: Andy Eberlein

(Stand 22:34 Uhr): Nach der kontrollierten Sprengung werden die Städte Nürnberg und Fürth die Evakuierungsgebiete in den jeweiligen Stadtgebieten gleichzeitig wieder freigeben. Allerdings erst nach den angekündigten Überprüfungen.

(Stand 22:30 Uhr): Auf die mit Bombengrube wurden zehn Wassersäcke zu jeweils 5 000 Litern gelegt. Aktuell sieht es so aus, dass die Bombenfundstelle präpariert ist. Jetzt müssen die bis dahin dort arbeitenden Kräfte das Evakuierungsgebiet verlassen und der Sprengmeister überprüft nochmal alles.

(Stand 22:26 Uhr): Wichtig für alle Anwohner: Nach der Sprengung kann das Evakuierungsgebiet nicht sofort betreten werden. Das Evakuierungsgebiet wird zunächst von Sicherheitskräften auf Schäden untersucht. Ein Polizeihubschrauber wird aus der Luft das Gebiet inspizieren. Es kann durchaus einige Zeit dauern, bis die Sicherheitskräfte das Evakuierungsgebiet wieder freigeben. Die Stadt bittet alle Anwohner um Geduld.

(Stand 22:24 Uhr):Wir sprechen also von rund 2.000 Einsatzkräften insgesamt.

(Stand 22:24 Uhr): Insgesamt: 330 Polizisten, Über 1.730 Rettungskräfte

(Stand 22:24 Uhr):Nürnberg: 1.000 Rettungsdienst und Berufsfeuerwehrleute, 210 Freiwillige Feuerwehrleute, 170 THW Helfer

(Stand 22:24 Uhr): Fürth: 150 Berufsfeuerwehrleute, 150 Rettungsdienstkräfte, 130 Freiwillige Feuerwehrleute, 20 THW Helfer



(Stand 22:23 Uhr): Sprengung wohl um 23 Uhr!

(Stand 22:18 Uhr): Tipps zum Verhalten außerhalb des Evakuierungsbereichs bei der Sprengung: Außerhalb des Evakuierungsgebiets besteht keine Gefahr. Im näheren Umfeld des Evakuierungsgebiets gilt: Ruhe bewahren! Vorsichtshalber nicht in der Nähe von Fenstern und besser nicht im Freien aufhalten!

(Stand 22:18 Uhr): Eine Bitte der Rettungskräfte: Bei der Sprengung wird es laut, das ist bekannt. Verzichten Sie bitte auf unnötige Notrufe.

(Stand 22:15 Uhr): Gleich gibt es eine neue Pressekonferenz.

(Stand 22:11 Uhr): Die Vorbereitungen laufen weiterhin gut. Aktuell liegen acht Wassersäcke auf der Bombengrube. Zwei fehlen noch.

(Stand 21:48 Uhr): Die Vorbereitungsarbeiten zur kontrollierten Sprengung laufen planmäßig. Die Grube, in der die Bombe liegt, ist mit Strohballen gefüllt, Erdwälle sind im unmittelbaren Umfeld aufgeschüttet. Deshalb verzichtete der Sprengmeister auf das Aufstellen von Überseecontainern, was von ihm ursprünglich vorgesehen war.

Foto: Andy Eberlein

(Stand 21:36 Uhr): Beim Nürnberger Bürgertelefon sind bisher 561 Anrufe eingegangen. Das Bürgertelefon ist aktuell mit sechs Personen besetzt. Die Rufnummer lautet: 09 11 / 6 43 75-8 88.

(Stand 21:20 Uhr: In der Sammelstelle Gebersdorfer Straße sind aktuell rund 100 Personen untergekommen. Es stehen dort auch 100 Feldbetten zur Verfügung. Gleichzeitig richtet die Stadt Nürnberg vorsorglich eine zweite Unterbringungsmöglichkeit in der Turnhalle der Grundschule Birkenwald, Herriedener Straße 25, ein.

(Stand 20:42 Uhr): Auch nach der Sprengung bleibt der Sperrbezirk erhalten, weil die Einsatzkräfte mit massivem Aufwand und Wärmebildkameras die Umgebung überprüfen.

(Stand 20:40 Uhr): Die Flugverbotszone über dem betroffenen Gebiet wird auf 5.000 Meter angehoben.

(Stand 20:30 Uhr): Um 22 Uhr soll es eine neue Einsatzbesprechung geben. Erst dann wüsse man, wann gesprengt wird.

(Stand 20:25 Uhr): Die Überseecontainer werden aus Platzmangel nun doch nicht aufgestellt. Dafür werden Strohballen errichtet und die Grube damit aufgefüllt. Darauf werden Wassersäcke mit bis zu 5.000 Liter Fassungsvermögen gelegt. Darauf kommt wieder eine Schicht mit Strohballen und dann wieder eine Schicht mit mehreren Wassersäcken. Um die Grube herum werden Erdwälle aufgeschüttet. Diese Variante führte vor einigen Jahren in München zu einem schlimmen Feuer. Aber darauf ist man in Nürnberg jetzt eingerichtet.




(Stand 20:24 Uhr): Laut Feuerwehr könnten bei der Sprengung mehrere kleine Feuer entstehen.

(Stand 20:21 Uhr): Pressekonferenz läuft.

INFO: Was bedeutet Katastrophenfall? Alle Maßnahmen und alle Einsatzkräfte wie zum Beispiel die Hilfsorganisationen, Feuerwehren und überörtliche Einheiten, werden nun von einer Stelle, der Katastrophenschutzbehörde – das sind in diesem Fall die Städte Nürnberg und Fürth – gelenkt.

(Stand 20:02 Uhr): 16 Überseecontainer werden als Schutzwall aufgebaut

(Stand 20:00 Uhr): In Kürze gibt es eine Pressekonferenz.

Foto: Andy Eberlein

(Stand 19:42 Uhr): Die Vorbereitungen für Sprengung laufen. Wird wohl 22 Uhr werden.




(Stand 19:30 Uhr): Sprengmeister Michael Weiß und die Firma Tauber haben nach erneuter Inspektion der Lage festgestellt, dass eine beabsichtigte Entschärfung nicht möglich ist. Deshalb wurde entschieden, dass die Fliegerbombe kontrolliert gesprengt werden muss. Die Vorbereitungen hierfür werden mindestens zwei Stunden dauern. Mit Wirkung von 19.25 Uhr haben die Städte Nürnberg und Fürth vorsorglich den Katastrophenfall ausgerufen. Damit werden alle verfügbaren Einsatzkräfte in Bereitschaft versetzt.

(Stand 18:45 Uhr): Die Evakuierung ist seit 18.35 Uhr abgeschlossen

(Stand 18:00 Uhr): In der Sammelstelle in der Gebersdorfer Grundschule befinden sich derzeit rund 70 Personen. Zehn nicht gehfähige Personen wurden mit dem Rettungsdienst dorthin gebracht. Bis 17.30 Uhr gingen 370 Anrufe beim Bürgertelefon in Nürnberg ein. Es bleibt weiterhin besetzt.

(Stand 17:55 Uhr): Das Bundesligaspiel zwischen Nürnberg und Dortmund findet statt. Zuschauer sollen frühzeitig anreisen, es herrscht ein Verkehrschaos.

(Stand 17:30 Uhr): Mit Strohballen und Containern sollen Gebäude gesichert werden. Entschärfung nicht vor 18.30 Uhr.

(Stand 17:15 Uhr): Sollte die Entschärfung schief gehen, muss vielleicht gesprengt werden. Das wäre aber nur eine Alternative.

(Stand 17:13 Uhr): Der innere Bereich des zu evakuierenden Gebiets ist schon seit Stunden geräumt, die weiteren Bereiche sind seit 17 Uhr bereits zu 70 Prozent geräumt.




(Stand 17:01 Uhr): Die Evakuierung läuft bislang reibungslos. VAG-Busse transportieren Personen in die Sammelstelle in der Grundschule Gebersdorfer Straße, die Platz für 200 Menschen bietet. Weitere 150 Personen kann ein benachbartes Gemeindezentrum aufnehmen. Sobald die Evakuierung abgeschlossen ist, werden Sprengmeister Michael Weiß und sein Kollege Christian Scheibinger mit der Entschärfung der Fliegerbombe beginnen.

(Stand 16:52 Uhr): Die Evakuierungsmaßnahmen neigen sich langsam dem Ende.

(Stand 16:31 Uhr): Zwei Kliniken müssen evakuiert werden. Weil hier zum Teil noch Operationen laufen, gestalten sich die Maßnahmen noch schwierig. Seit einigen Minuten sind die Operationen aber beendet.

(Stand 16.30 Uhr): Verkehrschaos auch in Fürth. Unser Reporter meldet, dass selbst Rettungswagen Probleme haben, durch den Stau zu kommen.

(Stand 16:18 Uhr): Die Evakuierung läuft planmäßig. Aktuell sind rund 170 Kräfte der Feuerwehr (Berufs- und Freiwillige Feuerwehr) und des Technischen Hilfswerks sowie 100
Kräfte der Rettungsdienste und 330 Polizisten im Einsatz.

(Stand 15:46 Uhr):Die Evakuierung des Gebiets in einem Radius von 1 000 Metern um den Fundort der 250 Kilogramm schweren Fliegerbombe an der Proeslerstraße ist um 15.15 Uhr
angelaufen. Während der Evakuierung wird der Luftraum in 1 000 Meter Höhe kugelförmig gesperrt.

(Stand 14:28 Uhr): An der Stadtgrenze zu Fürth sind aktuell die Buslinien 70, 71, 72, 73, 177 und 179 von Einschränkungen betroffen, insbesondere in der Rothenburger Straße und in der Sigmundstraße. Die Verkehrs-Aktiengesellschaft veröffentlicht den jeweils aktuellen Stand unter dem Punkt „Störungen“ auf der Seite www.vag.de.




(Stand 14:17 Uhr): Die Evakuierung wird in Nürnberg und Fürth um 15 Uhr beginnen.
Für die von der Evakuierung betroffenen Nürnberger Bürgerinnen und Bürger wurden eine Sammelstelle eingerichtet: Das Schulgebäude Gebersdorfer Straße 175 (Grundschule) wird ab 15 Uhr zur Verfügung stehen. Im Nürnberger Evakuierungsgebiet sind rund 2 500 Personen betroffen. Erfahrungsgemäß nutzen nicht mehr als 10 Prozent eine öffentliche Sammelstelle. Während der Evakuierung wird der Luftraum in 1 000 Meter Höhe kugelförmig gesperrt.



(Stand 13:51 Uhr): Die Südwesttangente ist komplett gesperrt zwischen den Anschlussstellen Kleinreuth und – auf Fürther Stadtgebiet – Schwabacher Straße. Die Höfener Spange ist in Richtung Südwesttangente gesperrt. Der innerste Evakuierungsbereich ist bereits geräumt. Die weiteren von der Evakuierung betroffenen Bürgerinnen und Bürger müssen sich darauf einstellen, dass sie ab voraussichtlich 16 Uhr ihre Wohnungen verlassen müssen. Wer die Möglichkeit hat, sich bereits jetzt schon zu Verwandten, Freunden und Bekannten außerhalb des Evakuierungsgebiets zu begeben, wird darum gebeten.

Am heutigen Montagvormittag, 18. Februar 2019, um 10.12 Uhr hat eine Sondierungsfirma in der Proeslerstraße im Stadtteil Höfen an der Stadtgrenze zu Fürth einen sprengstoffverdächtigen Gegenstand aufgefunden. Laut Sprengmeister Michael Weiß handelt es sich um eine 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit chemischem Langzeitzünder.

Foto: Andy Eberlein




Daher hat die städtische Koordinierungsgruppe die umgehende Evakuierung der angrenzenden Gebiete in einem Radius von 1000 Metern angeordnet. Die aufgefundene Fliegerbombe muss mit einem Wasserschneider entschärft werden. Dieses Gerät wird nicht vor 15 Uhr vor Ort eintreffen.

Hier die Aufstellung aller betroffenen Anwesen in Nürnberg:  Straßenverzeichnis herunterladen

In Fürth sind folgende Straßen betroffen:

  • Schwabacher Straße zwischen Trogbrücke und Tucherstraße
  • Am Stüblesacker
  • Ginsterstraße
  • Südweg
  • Benno-Strauß-Straße
  • Johann-Zumpe-Straße
  • Georg-Benda-Straße
  • Futuriastraße
  • Toni-Wolf-Straße
  • Tucherstraße
  • Konrad-Kurz-Straße
  • Kleingartenanlage
  • Sandweg
  • Jakob-Wassermann-Straße
  • Gerhart-Hauptmann-Straße
  • Thomas-Mann-Straße
  • John-F.-Kennedy-Straße
  • Am Weidiggraben
  • Zur Kühschanze
  • Hermann-Glockner-Straße
  • Magazinstraße
  • Hans-Bornkessel-Straße

 

Foto: Andy Eberlein




Die Südwesttangente ist gesperrt. Die Schönklinik ist ebenfalls von der Evakuierung betroffen. Das Bürgertelefon der Stadt Nürnberg ist seit 13.20 Uhr eingerichtet und unter 09 11 / 6 43 75-8 88 erreichbar. Dort können sich die Bürgerinnen und Bürger über die Maßnahmen auf Nürnberger Stadtgebiet informieren. Auskünfte zum Fürther Stadtgebiet sind bei der Stadt Fürth unter der Rufnummer des dortigen Bürgertelefons 09 11 / 9 74 36 98 zu erhalten. Bereitschaftspolizisten evakuieren derzeit betroffene Firmen und Anwesen. 







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