16. Februar 2020 - 19:43

Volksbegehren „Rettet die Bienen“: Unterschriftenlisten füllen sich

In Pegnitz haben bislang 361 Leute das Volksbegehren unterzeichnet. Die Zahlen seien nicht schlecht, sagte eine der Initiatorinnen, Susanne Bauer. Foto: Klaus Trenz

PEGNITZ. Bis zur geforderten Unterschriftenzahl in Höhe von zehn Prozent der Wahlberechtigten dauert es bei den meisten Gemeinden im Pegnitzer Umland und Auerbach in Sachen des Volksbegehrens zur Artenvielfalt „Rettet die Bienen“ noch etwas. Bis gestern Mittag lag Creußen mit 211 Unterzeichnern bei 3950 Wahlberechtigten vorne – 5,34 Prozent. Bei den anderen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft liegt Schnabelwaid mit 3,11 Prozent vorne, gefolgt von 3,02 Prozent in Prebitz. Schlusslicht ist Haag, wo sich bislang acht von 752 Wahlberechtigten eingetragen haben.




Auch in Betzenstein gibt es schon einige Eintragungen. Von 2018 Wahlberechtigten haben 98 unterschrieben – 4,86 Prozent. Es folgt Pottenstein mit 3,88 Prozent – von 4335 Wahlberechtigten haben hier bislang 168 unterzeichnet. In Pegnitz lag gestern Mittag die Zahl der Unterzeichner bei 361 von 10 696 Stimmberechtigten und liegt damit bei 3,38 Prozent. In Plech haben bisher 2,92 Prozent unterschrieben – 30 von 1026 Wahlberechtigten. Weniger sind es bislang in Auerbach. Hier haben von 6822 Wahlberechtigten 186 unterzeichnet. Das sind 2,92 Prozent. Durchschnittlich zwei bis drei Mitarbeiter sind in den jeweiligen Rathäusern mit den Unterschriftenlisten zum Volksbegehren beschäftigt.




Große Herausforderung

„Die geforderten zehn Prozent sind eine hohe Hürde und große Herausforderung“, sagt eine der Initiatorinnen des Volksbegehrens, die Grünen-Kreisvorsitzende Susanne Bauer. „Wir müssen weiter aktiv sein, um die nötige Zahl zu erreichen. Das in Pegnitz nach fünf Tagen ein Drittel der geforderten Unterschriften vorliegt, bezeichnet sie als „nicht schlecht“. „Ich bin eigentlich nicht enttäuscht, wobei mehr natürlich immer besser wäre.“




Verkürzte Gegenargumente

Was sie schade findet, ist, dass die Gegenargumente oft verkürzt dargestellt werden. Das Volksbegehren betreffe ja nicht nur die Landwirtschaft, sondern die Kommunen, heimische Gärten oder Friedhöfe. Was ihrer Meinung nach überhaupt zu kurz kommt, ist das Thema Blauspektrum bei der Beleuchtung. Sowohl privat als auch öffentlich müsste hier darauf geachtet werden, dass Leuchtmittel eingesetzt werden, die mehr rot-gelb leuchten. „Das ist wesentlich insektenfreundlicher als das Blaulicht“, so die Kreisvorsitzende Bauer.







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