„Rettet die Bienen“: Landwirt macht Unterstützern des Volksbegehrens ein Angebot

Foto: Pixabay

KIRCHENSITTENBACH. „Rettet die Bienen“ – so lautet Umgangssprachlich der Titel für ein Volksbegehren in Bayern, mit dem der Artenschutz verbessert werden soll. Mittlerweile sehen sich viele Landwirte im Freistaat als Buh-Männer für das Insektensterben. Ein Bauer aus Kirchensittenbach im Nürnberger Land dreht den Spieß nun um und fordert die Unterstützer des Volksbegehrens zum Handeln auf. Ganz nach dem Motto: Nicht nur unterschreiben, sondern aktiv werden.




Auf dem Onlineportal Ebay-Kleinanzeigen hat er eine Anzeige veröffentlicht. „Nicht nur unterschreiben sondern auch handeln!“, heißt es dort. Handeln, aber wie? Das Angebot des Landwirtes: Er will zwei Hektar eines intensiv genutzten Ackers für mindestens zwei Jahre in eine Insektenweide umwandeln. Blumen und Kräuter auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern – biologisch angebaut natürlich. „Erleichtern sie ihr Gewissen, ich helfe gerne“, schreibt der Landwirt in seiner Anzeige.

Er legt noch eins drauf

Er fordert darin Unterstützer des Artenschutz-Volksbegehrens auf, sich mit jeweils 50 Euro pro 100 Quadratmeter auf zwei Jahre an dem Projekt zu beteiligen. Das ist gemeint mit: „Nicht nur unterschreiben sondern auch handeln!“ Am Rand der Insektenweide wolle er ein Schild aufstellen, auf dem – nach Wunsch – die Unterstützer des Projektes aufgelistet werden. Und jeder Unterstützer solle ein Zertifikat erhalten.



Die Resonanz auf das Angebot, das der Landwirt aus Kirchensittenbach am 4. Februar geschaltet hat, ist bisher offenbar weniger gut. „Auf Grund der etwas schleppenden Nachfrage, leg ich noch eins drauf“, schreibt er. Wenn mindestens ein Hektar Fläche Abnehmer findet, dann wolle er es den Insekten auf der Blumenwiese noch behaglicher machen. Die Idee eines großen Insektenhotels hat er zwischenzeitlich verworfen und möchte nun Haufen aus Steinen und Totholz anlegen, die Insekten als Rückzugsraum dienen.

Projekt, das alleine durch Unterstützer finanziert werden soll

Und der Landwirt, der sich im Kleinanzeigenportal nur mit dem Namen Peter zu erkennen gibt, verspricht, dass es sich um ein Projekt handelt, das alleine aus bürgerschaftlichem Engagement entstehen soll. „Ich beantrage für diese Fläche keine Prämie“, verspricht er – mit drei Ausrufezeichen und in Großbuchstaben.







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