Nächster Aufsteiger: Medi Bayreuth gastiert beim Schlusslicht Crailsheim

13. Spieltag der easyCredit BBL Basketball Bundesliga in der Oberfrankenhalle in Bayreuth Saison 2018-2019Medi Bayreuth gegen HAKRO Merlins CrailsheimMedi Bayreuth Spieler Nr.: 11 Andreas Seiferth linksMedi Bayreuth Spieler Nr.: 1 Adonis Thomas mitteHAKRO Merlins Crailsheim Spieler Nr.: 23 Michael Cuffee rechtsFotograf Peter Kolb

BASKETBALL. Bamberg, zweimal München, Angstgegner Ludwigsburg, Berlin und auch Vechta – die ganz dicken Brocken hat Medi Bayreuth jetzt erst einmal weg. Umso wichtiger ist nach fünf Bundesliga-Niederlagen in Folge und dem Absturz auf Platz elf das Spiel am Mittwoch um 20.30 Uhr beim Schlusslicht Merlins Crailsheim, um vielleicht sogar vor der anstehenden Nationalmannschaftspause wieder auf einen Playoff-Platz zurückzukehren.





„Man kann nicht davon ausgehen, dass es in Bayreuth eine Playoff-Garantie gibt“, schickt Trainer Raoul Korner voraus. „Momentan mache ich mir aber kein Kopfzerbrechen. Wir haben weniger Spiele, und es kann sich jede Woche ändern. Wenn man es so angeht, wird man wahnsinnig. Wir müssen uns darauf konzentrieren, die Spiele mitzunehmen, die wir mitnehmen können, und unsere Stabilität wiederzufinden, personell wie spielerisch.“

Ein solches Spiel ist eben das in Crailsheim, auch wenn die beiden bisherigen Duelle bei den Merlins verloren gingen (84:88 und 70:73). „Unsere Konkurrenten haben gegen Crailsheim gewonnen, also sollten wir es natürlich auch tun. Ein Sieg wäre aber auch mental wichtig, damit wir nicht nur mit Frust ins Training gehen.“ Um zu gewinnen, müsse seine Mannschaft aber gewisse Dinge besser machen – und zwar als Team. „Vor allem in der Defensive müssen wir uns mehr helfen, besser rebounden, besser auf den Ball aufpassen und aggressiver sein.“

Im Gegensatz zum anderen Aufsteiger Rasta Vechta, der am Sonntag in Bayreuth mit 86:81 gewann und als Tabellendritter die Liga aufmischt, läuft es in Crailsheim nicht viel anders als in den ersten beiden BBL-Spielzeiten. Nachdem die Merlins in der Saison 2014/15 mit acht Siegen das Tabellenende geziert hatten, sicherte ihnen nur eine Wildcard den weiteren Verbleib. Das folgende Jahr beendeten die Baden-Württemberger dann mit 19 Niederlagen in Folge. Nur fünf Siege (alle zu Hause) bedeuteten erneut den letzten Platz – und den Abstieg. Aktuell stehen drei Siege zu Buche.



Offensive Ähnlichkeit

Defensiv sei Crailsheim nicht so aggressiv wie Vechta, den Niedersachsen offensiv aber nicht unähnlich. „Vechta hat nur eine klarere Hierarchie, was die Schlüsselspieler angeht. Ziel muss es sein, Crailsheim den Wurf wegzunehmen und die langen Rebounds nach Dreiern zu holen.“ Gegen Bamberg und München sei das Rebounding kein Thema gewesen, „das haben wir erst wieder in den letzten zwei, drei Spielen ausgegraben. Da war es aber eher das Resultat einer zu späten Rotation.“

Eine personelle Rotation wird es laut Korner übrigens keine geben – trotz jetzt sieben Ausländern im Kader. Der Plan sieht zugunsten der Kontinuität ganz klar Kyan Anderson und Bastian Doreth als Aufbauspieler vor. „Es ist für keinen leicht, seine Rolle zu verlieren. Wir haben diese Entscheidung zum Wohl der Mannschaft offen kommuniziert, und David Stockton ist ein Vorzeigeprofi und Teamplayer. Er hat aber zu wenig das gebracht, was wir brauchen.“ Anderson habe seine Sache gegen Vechta gut gemacht und nichts übertrieben. „Er war mit Sicherheit nicht der Grund für die Niederlage und wird noch mehr in Erscheinung treten.“ Der zweite Rückkehrer war De’Mon Brooks nach seiner Adduktorenzerrung. „Am Anfang war er rostig und hat sich noch nicht ganz getraut. Mit fortlaufendem Spiel hat es sich aber gebessert, und es wird auch von Tag zu Tag besser.“

Wegen des Pokalfinales am kommenden Sonntag und der letzten beiden Qualifikationsspiele zur Weltmeisterschaft Anfang September in China steht die nächste Partie gegen Jena zwar erst am 1. März an, viel Pause bekommen die Akteure aber nicht. „Einige werden ein paar Tage brauchen, sonst können wir sie im Februar oder März wegschmeißen“, sagt Korner. „Es gibt aber auch einiges zu tun. Wir müssen einen guten Mittelweg finden.“ Während Bastian Doreth und Andreas Seiferth bekanntlich für die bereits qualifizierte deutsche Nationalmannschaft im Einsatz sein werden (am 21. Februar in Israel und am 24. Februar gegen Griechenland), tritt Gregor Hrovat mit dem gescheiterten Europameister Slowenien jeweils einen Tag später noch in der Türkei und gegen die Ukraine an.




Seiferth zum fünften Mal ein Allstar

Mit Seiferth ist auch beim diesjährigen Allstar-Spiel nun doch zumindest ein Bayreuther vertreten. Für den Vergleich der besten deutschen und internationalen BBL-Spieler am 23. März in Trier wurde der Nationalcenter von Trainer Frank Menz ins Team National berufen. Für den ehemaligen Trierer ist es bereits die fünfte Teilnahme.

Team National: John Bryant, Niels Giffey, Danilo Barthel, Maodo Lo, Ismet Akpinar – Per Günther, Johannes Thiemann, Christian Sengfelder, Andreas Seiferth, TJ DiLeo, Yorman Polas Bartolo, Patrick Heckmann.

Team International: Will Cummings, Rickey Paulding, Derrick Williams, Luke Sikma, Augustine Rubit – Michael Stockton, Tyrese Rice, TJ Bray, Austin Hollins, Javonte Green, Scott Eatherton, Rasid Mahalbasic.







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