Bedrohungslage in Fürth: Polizei hält sich bedeckt

Archivfoto: Florian Beck, Polizeipräsidium Oberpfalz

FÜRTH. Groß angelegter Polizeieinsatz offenbar am Mittwochabend in Fürth. Anwohner berichten gegenüber Reporter24 von knapp 20 Polizeifahrzeugen rund um die Herrnstraße und Sonnenstraße. Die Beamten seien schwer bewaffnet gewesen, heißt es und überall seien Absperrbänder angebracht gewesen.




Entlang der Sonnenstraße hätten überall Polizeifahrzeuge gestanden. „Gleiches Spiel in der Sonnenstraße“, sagt ein Anwohner. Die Polizeieinsatzzentrale hielt sich bedeckt, sprach am Abend vom Versuch, einen offenen Haftbefehl zu vollziehen. Es sei aber bislang zu keiner Festnahme gekommen. Auch wären keine Verletzten zu beklagen. Für die Bevölkerung bestehe keine unmittelbare Gefahr. Warum der Haftbefehl mitten in der Nacht vollstreckt werden soll, dazu gibt es derzeit keine Antworten.

Polizeisprecher Wolfgang Prehl sagte am Donnerstagmorgen auf Nachfrage von Reporter24, dass es in einem Mehrfamilienhaus in der Sonnenstraße gegen 20.30 Uhr zu einer möglichen Bedrohungslage gekommen sei. „Da nicht auszuschließen war, dass sich der Täter möglicherweise noch im Objekt befand, wurden starke Einsatzkräfte zu dem weitläufigen Objekt beordert und Durchsuchungsmaßnahmen durchgeführt“, sagt Prehl.




Der mutmaßlich Tatverdächtige konnte zwar nicht im Objekt angetroffen werden, ist der Polizei aber namentlich bekannt. Die weiteren Ermittlungen der Polizeiinspektion Fürth hinsichtlich der Hintergründe und Umstände laufen derzeit noch. Hinweise auf den Besitz einer Waffe oder gar einer Schussabgabe, wie es am Abend in den sozialen Netzwerken berichtet wurde, liegen nicht vor. „Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt“, ergänzt Polizeisprecher Prehl. Gegen 22:30 Uhr war der Einsatz beendet. Im Laufe des Tages müssen diesbezüglich Vernehmungen durchgeführt werden.

Der Artikel vom 13.02.2019/22.32 Uhr wurde mehrfach aktualisiert.







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