Brummifahrer übersieht Baustelle auf der A9

Foto: Markus Roider

A 9 / FAHRTRICHTUNG BERLIN. Zu einem stundenlangen Stau kam es gestern wie berichtet, nach einem schweren Unfall auf der A9 bei Hormersdorf. 




Am Mittag richtete die Autobahnmeisterei auf der A9 in Richtung Berlin, kurz nach der Fahrbahnzusammenführung des Hienbergs, etwa zwei Kilometer vor der Anschlussstelle Hormersdorf, eine Tagesbaustelle ein. Hierzu wurde der rechte Fahrstreifen gesperrt und durch ein großes Streufahrzeug mit Warnleitanhänger abgesichert.




Etwa gegen 13.30 Uhr übersah ein 44-jähriger Lkw-Fahrer offensichtlich die kilometerlange Ankündigung der Baustelle und fuhr ungebremst in die Absicherung der Autobahnmeisterei. Der Aufprall zerstörte den Absicherungsanhänger komplett und beschädigte das Zugfahrzeug schwer. Der Sattelzug des 44-Jährigen wurde durch die Kollision nach links abgewiesen und blieb ca. 100 Meter weiter auf der linken Spur stehen. Das Führerhaus des Verursachers wurde durch den Unfall stark beschädigt und der Anhänger seitlich aufgerissen. Teile der Ladung schleuderten heraus und verteilten sich auf der Autobahn.




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Der 44-jährige Kraftfahrer erlitt einen Schock, blieb körperlich aber unverletzt. Ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei, welcher nur Sekunden vor dem Aufprall das Absicherungsfahrzeug betrat, hatte Glück im Unglück, er wurde nur leicht verletzt und kam zur Untersuchung ins Krankenhaus.

Aufgrund des Trümmerfeldes und zur Bergung der Fahrzeuge musste die A9 über mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Es staute sich bis über die Anschlussstelle Schnaittach hinaus.
Wie es zu dem Unfall kam, ist Gegenstand der Ermittlungen durch die Verkehrspolizei Feucht; der Sachschaden beläuft sich auf über 300.000 Euro.




Foto: Markus Roider

Im Rückstau der A9 haben sich weitere kleine Unfälle ereignet. Auf der Staatsstraße zwischen Schnaittach und Großbellhofen hat es dann nochmal „richtig gekracht“. Im Bereich der Autobahnauffahrt Richtung Berlin kollidierten zwei PKW frontal ineinander. Auch hier wurden zwei Personen verletzt. Ein gesonderter Bericht folgt. Rund um Schnaittach kommt es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Ebenso wächst der Rückstau auf der A9 weiter an und hat bereits Lauf an der Pegnitz erreicht. Die Polizei meldet 11 Kilometer Stau und empfiehlt die Umleitungsstrecke U65.

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