16. Juli 2019 - 06:50

Berlin war keine Reise wert: Medi Bayreuth verliert in der Hauptstadt

Foto: Petr Mularczyk/Archiv

BASKETBALL. Die Negativserie von Medi Bayreuth in der BBL hat sich auch am zurückliegenden Wochenende fortgesetzt: Bei Vizemeister ALBA Berlin kassierten die Wagnerstädter nach einer knappen Pausenführung am Ende noch eine deutliche 86:68 (38:39) – Niederlage. Bayreuth rutscht mit nunmehr 9 Siegen und 8 Niederlagen vorerst aus den Playoff-Rängen.




„Wir haben vor der Pause unseren Plan umgesetzt und ALBA Berlin in das Halbfeld gezwungen, die 2. Halbzeit ohne De´Mon Brooks ging dann deutlicher an ALBA Berlin, als es nötig gewesen wäre“, fasste Medi-Center Andreas Seiferth nach Spielende zusammen.

Die Wagnerstädter waren selbstbewusst und mit viel Intensität in die Partie gestartet und setzten sich anfangs bis auf 9:17 (8.) ab, bevor die Hausherren bis zur ersten Viertelpause wieder auf 18:19 herankommen konnten. Die Bayreuther 20:27 – Führung (12.) zu Beginn des zweiten Spielabschnitts konterten die Berliner mit einem 16:2-Zwischenspurt (36:29, 18.), dann folgte ein schwer verdaulicher „Tiefschlag“ für Medi Bayreuth: Nur wenige Meter von der Stelle entfernt, an der sich Berlins serbischer Point Guard Stefan Peno zwei Minuten zuvor das Knie verdreht hatte, rutschte De´Mon Brooks weg und blieb liegen. Für den Bayreuther Power Forward war die Partie damit genauso vorzeitig beendet, wie für den Spielmacher der Albatrosse. Dennoch konnten sich die Bayreuther noch einmal aufraffen und mit einem hauchdünnen 39:38-Vorsprung in die Kabine gehen.




ALBA Berlin erwischte den besseren Start nach dem Seitenwechsel und konnte sich nach Dreiern von Hermannsson, Giffey und wenig später erneut Hermannsson erstmals zweistellig absetzen (53:41, 26.), während Medi Bayreuth im Angriff „in seine Einzelteile zerfiel“: Nichts ging mehr in der Offensive bei den Bayreuthern, die sich zunehmend in erfolglose Einzelaktionen verstrickten (Thomas, Stockton). Spätestens nach Giedraitis` Dreier zum 71:53 (34.) war dann die Vorentscheidung zu Gunsten der Berliner gefallen.

Bester Bayreuther Korbschütze war Kassius Robertson mit 19 Punkten, aber auch 6 Ballverlusten. David Stockton hatte den Spekulationen um die Notwendigkeit einer Nachverpflichtung auf der Aufbauposition einmal mehr nichts entgegenzusetzen: Der US-Amerikaner erzielte zwar 11 Punkte, leistete sich aber auch 5 Ballverluste und konnte dem Spiel zum wiederholten Mal nicht seinen Stempel aufdrücken. Bei ALBA Berlin führte Nationalcenter Johannes Thiemann die Korbschützenliste mit 17 Zählern an.




ALBA Berlin: Giffey (11), Mattiseck (7), Schneider (0), Hermannsson (10), Wagner (0), Ogbe (2), Giedraitis 11), Thiemann (17), Clifford (2), Nnoko (12), Sikma (11), Peno (3)

Medi Bayreuth: Mika (9), Thomas (9), Robertson (19), Stockton (11), Doreth (6), Seiferth (3), Hrovat (7), Meisner (0), Brooks (4), Raivio (0), Krug (dnp)







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