Bayreuth plant Neuauflage des Fütterungsverbots für Tauben

Taubenkot in der Krämergasse. Foto: Reporter24/Lutz

BAYREUTH. In vielen Städten hat sich ein wachsender Bestand verwilderter Haustauben zum hygienischen Problem entwickelt. In Bayreuth wurde bereits Mitte der 1990er Jahre ein Fütterungsverbot für Tauben erlassen. Nach 20 Jahren ist die entsprechende Verordnung inzwischen aber abgelaufen. Die Beschwerden über eine Taubenplage vor allem in der Innenstadt nehmen zu. Der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats wird sich daher in seiner kommenden Sitzung am Mittwoch, 20. Februar, ab 16 Uhr, mit einem neuerlichen Fütterungsverbot befassen.




Das Hauptproblem eines wachsenden Bestandes an Stadttauben liegt laut Angaben der Stadt Bayreuth in der Verschmutzung der Fassaden von Häusern und Denkmälern mit Taubenkot. „Der Vermehrung der Vögel sollte daher kein weiterer Vorschub geleistet werden“, heißt es in einer Erklärung vom Freitag. Durch das Anfüttern der Tiere und durch bewusst geschaffene Nistmöglichkeiten, etwa auf Fenstersimsen, komme es nach den Erfahrungen der Stadtverwaltung in bestimmten innerstädtischen Bereichen zu erheblichen Beeinträchtigungen des Stadtbildes und zu einer verstärkten Zunahme des Taubenbestandes.




Taubenhaus brachte keinen Erfolg

Dem will die Stadt nun mit einer neuerlichen Verordnung entgegenwirken. Die endgültige Entscheidung zum Fütterungsverbot und der Möglichkeit, Bußgelder bis zu 1.000 Euro zu verhängen, fällt aber im Gesamtstadtrat. In der Sitzung wird laut Angaben von Pressesprecher Joachim Oppold auch eine Mitarbeiterin des Veterinäramtes anwesend sein und diverse Alternativen aufzeigen. Ein wie von Tierschützern gefordertes Taubenhaus, hat es in Bayreuth schon gegeben und war laut Angaben der Stadtverwaltung „nicht von Erfolg gekrönt“. Noch heute stehen jeweils eines an der Cosima-Wagner-Straße und eines in der Mainstraße. Beide werden aber nicht mehr betreut und das Gelege nicht beseitigt um eine Geburtenkontrolle herbeizuführen.

Taubenhaus an der Mainstraße. Archivfoto: Ritter

Wie Oppold weiter ausführt, hätten die Taubenhäuser aber auch keinen Einfluss auf die Plage im Gassenviertel. Durch die vielen Leerstände würden sich zahlreiche Nistgelegenheiten bieten. Durch aktives Füttern, werde die Lage dann auch noch verschärft.




Taubenparty auf dem Stadtparkett. Foto: Reporter24/Lutz

Ebenfalls auf der Tagesordnung der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses steht die Neufassung der sogenannten Plakatierverordnung. Außerdem werden die Ausschussmitglieder über die Freigabe von Mitteln im Vorgriff auf den Finanzhaushalt 2019 in Höhe von mehr als 6,1 Millionen Euro entscheiden. Damit können geplante Investitionsmaßnahmen fortgesetzt und wichtige Beschaffungen vorgenommen werden.







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