Winter in Bayern: Zahlreiche Autofahrer haben Probleme

Unfall auf der B85 bei Pegnitz. Foto: Markus Roider

BAYERN. Lange hat es gedauert, aber jetzt ist endlich Winter. Die sinkenden Temperaturen und der Schneefall sind für Kinder und Wintersportler eine Freude. Viele Autofahrer allerdings bringt das Wetter an den Rand des Wahnsinns, mitunter sogar in gefährliche Situationen. Die jüngsten Schneefälle sorgten zuletzt trotz Vorwarnung für Chaos und Unfälle auf den Straßen. 




In ganz Bayern hat es in den letzten Tagen ordentlich gekracht. Die meisten Unfälle gingen dabei noch relativ glimpflich aus, doch so manches Mal wurden Fahrer auch schwer verletzt, wie zuletzt in Niederbayern (den Artikel findet ihr unten).




Oberfranken

Auf der A9 bei Hof beispielsweise blieben heute Nacht ständig Lkw stecken oder stellten sich sogar quer – eine große Gefahr, insbesondere für dahinterfahrende Pkw. Ein Lkw-Fahrer verlor zwischen Berg und Rudolphstein die Kontrolle über seinen Brummi und schlitterte über die Fahrbahn geradewegs in die Leitplanke. Glücklicherweise blieb der Fahrer unverletzt.

Ebenfalls auf der A9, Auffahrt Hof-West, ereignete sich am frühen Samstagmorgen ein Unfall bei einer vierköpfigen Bremer Familie. Mit seinem VW wollte der Vater gerade auf die Autobahn auffahren, als er auf der mit Schneematsch bedeckten Straße die Kontrolle über seinen Pkw verlor. Der VW schlitterte auf den rechten Fahrstreifen und wurde von einem vorbeifahrenden Lkw erfasst. Zum Stehen kam der Van schließlich entgegen der Fahrtrichtung. Wie durch ein Wunder zog sich lediglich eines der Kinder leichte Verletzungen zu und wurde vorsichtshalber mit seiner Familie in ein Krankenhaus gebracht.




Unfall auf der B85 bei Pegnitz. Foto: Markus Roider

Auch bei Pegnitz auf der B85 hat es heute Morgen gegen 6:30 Uhr witterungsbedingt gekracht. Zwei Pkw kollidierten, woraufhin einer davon in die Böschung geschleudert wurde. Laut Polizeiangaben wurden zwei Personen verletzt, die Feuerwehr sicherte die Stelle im Bereich der Auffahrt zur A9 ab.

Niederbayern

Mittlerweile erreichte uns auch die Meldung der Polizei Niederbayern. Vor allem dort kam es Freitag und Samstag zu zahlreichen Unfällen. Aufgrund des Wintereinbruchs mit anhaltend starken Schneefällen, Eis- und Schneeglätte wurden von Freitag, 6 Uhr, bis Samstag, 6 Uhr, in Niederbayern insgesamt 123 Verkehrsunfälle mit insgesamt 14 Verletzten (davon drei Schwerverletzte) und 59 weitere, witterungsbedingte Einsätze (meistens Schneebrüche bzw. gestürzte Bäume) registriert.

Von heute, 6 Uhr bis 15 Uhr, ereigneten sich im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern weitere 80 Verkehrsunfälle mit insgesamt acht (alle Leicht-)Verletzten und 227 weiteren, witterungsbedingten Einsätzen (insbesondere im nördlichen Landkreis Deggendorf temporäre Ausfälle bei der Stromversorgung). Ab circa 13 Uhr zeichnete sich langsam eine Entspannung bei der Wetterlage ab. Die Schneefälle gingen fast ganz zurück. Probleme könnte die erhebliche Last des Nassschnees auf den Bäumen noch darstellen.

Das Einsatzgeschehen betraf ganz Niederbayern ohne erkennbare Schwerpunkte. Alle verfügbaren Einsatzkräfte der niederbayerischen Dienststellen waren bis heute Mittag nahezu ausgebucht. Eine Bilanz des entstandenen Sachschadens ist bislang nicht möglich


Um auch bei Schneefall und Eisesglätte sicher ans Ziel zu kommen, ist es wichtig, genug Abstand zu halten. Ebenso sollte bei der Fahrt auf eine angemessene, der Witterung angepasste Geschwindigkeit geachtet werden.

 

Verkehrsunfall mit einer schwer verletzten Pkw-Fahrerin







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