Tigers weiterhin auf Erfolgskurs

Vollkommen frei vor dem Heilbronner Torhüter Leon Frensel: Mit diesem Abstaubertor von Bayreuths Martin Heider (rechts) biegen die Tigers früh auf die Siegerstraße ein. Foto: Peter Kolb

EISHOCKEY. Eindrucksvoll, mit einer spielerisch wie kämpferisch starken Vorstellung, haben die Bayreuth Tigers ihren jüngst eroberten zehnten Tabellenplatz in der DEL2 verteidigt. Die Mannschaft von Trainer Petri Kujala besiegte am Abend die Heilbronner Falken in einer spektakulären Partie verdient mit 6:3 (4:1, 1:1, 1:1).




Den Grundstein zum dritten Sieg in Folge legten die Bayreuther in einem furiosen Anfangsdrittel. In diesem kamen die statistisch belegten Defensivschwächen der Falken mehr als deutlich zum Vorschein und wurden von den phasenweise wie aufgedreht wirkenden Tigers konsequent genutzt. Sowohl bei Kevin Kunz‘ Rückhand-Treffer nach nur 17 Sekunden als auch bei den folgenden Abstaubertoren von Simon Karlsson (4.) und Martin Heider (9.) gab der 21-jährige Torhüter Leon Frensel eine mindestens ebenso schlechte Figur ab wie seine Verteidiger, die die gefährliche Zone vor dem Falken-Tor ohne erkennbare Gegenwehr preisgaben.

„Wir waren da zu fahrlässig, die Bayreuther bei ihren Gegenstößen brandgefährlich“, schimpfte der Heilbronner Trainer Alexander Mellitzer nach der Partie und attestierte seiner Mannschaft eine inakzeptable Vorstellung. Als Sebastian Busch eine feine Einzelleistung gar mit dem 4:0 (16.) krönte, stand schon Frensels Vertreter, der 19-jährige Florian Mnich, zwischen den Pfosten. Der sah dann, dass auf der Gegenseite sein bis dato fehlerfreies Pendant, der Bayreuther Torhüter Brett Jaeger, bei Greg Gibsons Abstauber (18.) auch einmal hinter sich greifen musste. Bis dato war Jaeger mit seinen teils spektakulären Paraden, darunter ein auf dem Rücken liegender Fanghand-Safe gegen Brad Ross (6.), ein Garant des komfortablen Vorsprungs gewesen.



An der Korrektur ihres anfänglich so desolaten Gesamteindrucks arbeiteten die Heilbronner mit Beginn des Mittelabschnitts mit Nachdruck. Von Erfolg gekrönt war ihre Druckphase erstmals in der 26. Minute. Der Ex-Bayreuther Jan Pavlu überwand Timo Herden, der für den verletzt ausgeschiedenen Jaeger zwischen die Pfosten gerückt war. Eine Vorentscheidung zugunsten der Tigers fiel, als der Anschlusstreffer in der Luft lag. Ville Järveläinens Bandencheck gegen Patrick Kurz hatte neben einer Spieldauerstrafe für den Bayreuther Topscorer eine fünfminütige Überzahl der Gäste zur Folge. Allerdings schlugen daraus alleine die Tigers Kapital: Karlsson (34.) stellte per Alleingang den alten Abstand wieder her. „Erst da sind wir wieder aufgewacht“, sagte Petri Kujala nach der Partie.

Aber auch der Bayreuther Trainer hatte noch einmal zittern müssen, als die Gäste durch Kyle Helms (44.) eine weitere Unterzahl der Bayreuther mit dem Tor zum 5:3 bestraft hatten. Mehr ließen der über sich hinauswachsende Herden und seine nun wieder aggressiver zu Werke gehenden Vorderleute allerdings nicht mehr zu. Das Zittern der Bayreuther Zuschauer war spätestens mit einem weiteren Überzahltreffer, diesmal durch den erneut auffälligen Michal Bartosch (50.), beendet.



Bayreuth Tigers: Jaeger (24. Herden) – Heider, Karlsson; Mayr, Martens; Mannes – Bartosch, Kolozvary, Kunz; Järveläinen, Rajala, Heatley; Gams, Busch, Richter; Kirchhofer, Kronawitter, Gläser.

Heilbronner Falken: Frensel (9. Mnich) – Kurz, Götz; Sharrow, Maschmeyer; Pavlu, Mapes; Eberhardt – Lambacher, Lavallee, Ross; Ranta, Damon, Gibson; Kirsch, Soramies, Helms; Gelke.

SR: Noeller, Steinecke; Strafminuten: Bayreuth 6 plus 5 plus Spieldauer gegen Järveläinen, Heilbronn 10; Zuschauer: 1187.

Tore: 1:0 (1.) Kunz (Bartosch, Kolozvary), 2:0 (4.) Karlsson (Bartosch, Kolozvary), 3:0 (9.) Heider (Kolozvary – 5 gegen 4), 4:0 (16.) Busch (Gläser), 4:1 (18.) Gibson (Maschmeyer, Ranta), 4:2 (26.) Pavlu (Soramies, Mapes), 5:2 (34.) Karlsson (4 gegen 5), 5:3 (44.) Helms (Gibson, Ranta – 5 gegen 4), 6:3 (50.) Bartosch (Busch, Kolozvary – 5 gegen 4).







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