Rathaus Pegnitz: Wieder kündigen Mitarbeiter

Schon wieder haben Mitarbeiter des Rathauses Pegnitz gekündigt. Foto: Ralf Münch

PEGNITZ. Der Weggang städtischer Bediensteter hält an: Erst vor wenigen Tagen haben zwei weitere langjährige Beschäftigte, eine Beamtin und eine Angestellte, das Handtuch geworfen und gekündigt. Insgesamt hat die Kommune rund 100 Beschäftigte auf 91 Vollzeit-Planstellen.





Im Vorjahr kündigten vier städtische Mitarbeiter ihre Beschäftigungsverhältnisse aus persönlichen Gründen. In den ersten Tagen des neuen Jahres nun diese zwei weiteren. Zu ihnen gehört auch die ehemalige Personalratsvorsitzende Ute Wagner (55). Diese war vor zwei Jahren von ihrem ehrenamtlichen Posten zurückgetreten (wir berichteten). „Es war ein Zuviel an Verantwortung und Arbeit“, hatte damals Wagner ihren einschneidenden Schritt begründet.



Personalrat zurückgetreten

Dem Personalrat hatte sie 20 Jahre lang angehört, zuletzt acht Jahre als dessen Vorsitzende. Nach ihrem Rücktritt und dem Ausscheiden ihres Stellvertreters aus dem Dienst bei der Stadt hatte der gesamte restliche Personalrat seinen Rücktritt beschlossen.

Für Wagner war damals Gabriele Weih in das Amt der Personalratsvorsitzenden nachgerückt. Doch auch sie hat sich mittlerweile eine andere Pegnitzer Arbeitsstelle gesucht. Im katholischen Pfarramt.



Für das Ordnungsamt zuständig

Die aktuelle Personalratsvorsitzende ist Tatjana Pfeffer. Zu Wagners Stellenwechsel wollte sie sich nicht gegenüber der Presse äußern und berief sich auf den Datenschutz. Auch die seit Monaten gehäuften Stellenwechsel in der Stadtverwaltung wollte Pfeffer nicht kommentieren.

Im Pegnitzer Rathaus ist Ute Wagner als Fachgebietsleiterin zuständig für das Ordnungsamt und das Friedhofsamt. Künftig wird die Beamtin nach Bayreuth pendeln und dort im Landratsamt tätig sein. Der genaue Termin für den Stellenwechsel steht offenbar noch nicht fest.

Gegenüber der Redaktion nahm Bürgermeister Uwe Raab zu den neuerlichen Kündigungen Stellung. „Die Gründe von Kündigungen liegen im höchsteigenen, persönlichen Lebensbereich eines Arbeitnehmers. Darüber kann und darf aus nachvollziehbaren Gründen öffentlich keine Stellung bezogen werden.“




Positives Betriebsklima

Auf Anfrage ging er auch auf Bemühungen der Rathausführung um eine Verbesserung des Betriebs- und Arbeitsklimas ein. Wörtlich erklärte der Bürgermeister: „Das Betriebs- und Arbeitsklima in der Stadtverwaltung wird vom überwiegenden Teil der Belegschaft positiv bewertet.“ Doch wie es auch in anderen Belegschaften nicht unüblich wäre, komme es hin und wieder zu vereinzelten Unstimmigkeiten. Es würde jedoch „in einem konstruktiven Miteinander“ versucht, diese zu klären.

Generell stehe die Rathausführung in einem „ständigen Dialog mit den Beschäftigten der Stadtverwaltung, um einem angenehmen und dem Wohl der Stadt förderlichen Miteinander Sorge zu tragen.“







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