Pferd im Anhänger eingeklemmt

Das unter Schock stehende Tier wird neben der Autobahn versorgt. Foto: Markus Roider

A9/BAYREUTH. Kurz nach 6.30 Uhr kam es heute Morgen auf der A9 bei Bayreuth Süd zu einem Unfall in einem Pferdeanhänger. Während der Rettungsmaßnahmen, bildete sich in beiden Fahrtrichtungen Stau. Auch die Feuerwehr war im Einsatz. 




„Äußerst glimpflich verlief der Tierrettungseinsatz auf der A9“, sagte Feuerwehrsprecher Felix Lindner. In einem Pferdeanhänger war ein Pferd gestürzt und hatte sich ungünstig in der Trennwand eingeklemmt. Allem Anschein nach hat es sich bei dem Sturz aber glücklicherweise keine größeren Verletzungen zugezogen.

Die drei PKW-Insassen waren mit ihrem Gespann aus dem Raum Kulmbach unterwegs in Richtung München, als sie von einem LKW-Fahrer mit Lichthupe darauf aufmerksam gemacht wurden, dass mit dem Pferd etwas nicht in Ordnung ist. Die Fahrerin (45) lenkte daraufhin das Fahrzeug in der Autobahnausfahrt Süd auf den Standstreifen zwischen Abfahrts- und Auffahrtsspur um nach dem Rechten zu sehen. Sie stellte fest, dass das Tier über die Boxentrennung im Anhänger hing. Es lag auf dem Kopf-/Halsbereich und der Körper war zwischen den Boxentrennungen und der Anhängerwand eingeklemmt.

Aus unklaren Gründen scheint das Tier während der Fahrt mit den Vorderläufen über die Mitteltrennwand gekommen zu sein. Die alarmierten Einsatzkräfte konnten die Einklemmung durch Entfernen der Trennwand relativ einfach lösen und das Pferd so befreien. Es hatte durch den Sturz augenscheinlich einige Blessuren erlitten, konnte aber schon kurz nach der Befreiung aus eigenen Kräften wieder aufstehen.




Zur genauen Abklärung des Gesundheitszustands wurde ein Tierarzt verständigt. Auch ein Rettungswagen wurde nachgefordert, da einer der PKW-Insassen über Kreislaufprobleme klagte. Aus Sicherheitsgründen für Mensch und Tier wurde die Autobahn in Fahrtrichtung Süden für ca. 20 Minuten komplett gesperrt. Nachdem sich das Pferd beruhigt hatte und von den Besitzern gesichert wurde, konnte die Fahrbahn wieder freigegeben werden. Auch die Einfahrten Bayreuth Nord und Süd wurden gesperrt.

Der Einsatz war für die Feuerwehr nach ca. 45 Minuten beendet. Vor Ort waren neun Kameraden der Abteilung Ständige Wache mit drei Fahrzeugen. Ein Rettungswagen und mehrere Streifenwagen waren ebenfalls im Einsatz. Die Versorgung des Pferdes dauerte noch bis kurz vor 8 Uhr an.

Leider kam es auch in der Gegenrichtung zu Verkehrsbehinderungen. Schaulustige bremsten in Höhe der Unfallstelle fast bis zum Fahrzeugstillstand. Zwischen dem Sophienberg und Bayreuth staute sich der Verkehr daher zeitweise.

Der Artikel wurde sei 7:45 Uhr mehrfach aktualisiert. 







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