Nebenkosten steigen weiter


Auch für das neue Jahr werden die Nebenkosten weiter steigen. Zwar gibt es vorsichtige Entwarnungen – dennoch warnt der Deutsche Mieterbund vor den sozialen Folgen, die die steigenden Mietkosten mitbringen. Dabei ist vielen Menschen nicht ganz klar, was eigentlich zu den Nebenkosten gehört, und was nicht.





Nebenkosten, das sind in der Regel die Umlagen für Beleuchtung, Wasser und Abwasser, die Grundsteuer, Straßenreinigung, Müllabfuhr und Schornsteinfeger. Wenn das Haus zudem über eine Gemeinschaftsantenne, einen Fahrstuhl, Garten und Hausmeister verfügt, können noch weiter Kosten in der Aufstellung der Kosten auftauchen. Dabei ist die Abrechnung der Nebenkosten meist Streitthema zwischen Vermieter und Mieter. Um jedoch klar sagen zu können, ob eine Ungerechtigkeit vorliegt, muss man wissen, wie sich die Betriebskosten zusammensetzen.

Die Kosten für den Betrieb der Wohnung als auch der Anlage werden auf den Mieter umgelegt. Dies geschieht einmal jährlich. Hier muss der Großteil der Mieter nachzahlen, was zu erhitzten Gemütern führt. Denn neben den Betriebskosten sind die Heizkosten ein besonders hoher Faktor im Betrag. Weitere Infos zu Heizkosten und deren Abrechnung sind daher wichtig. Denn Mietvereine sagen, dass fast die Hälfte aller Nebenkostenabrechnungen in Deutschland falsch sind. So sollte der Mieter einer Wohnung seine Abrechnung auf jeden Fall auf Richtigkeit überprüfen und bei Unklarheiten, die einzelnen Positionen hinterfragen. Damit dies einfach gelingt, sind im Folgenden einige Punkte aufgeführt, die für eine Überprüfung sinnvoll sind.

  • Sind Nebenkosten im Mietvertrag vereinbart?

  • Wurde der Abrechnungszeitraum von 12 Monaten eingehalten?

  • Ist die Rechnung über die Betriebskosten nachvollziehbar sowie verständlich?

  • Wurde mit dem richtigen Verteilerschlüssel gearbeitet?

  • Sind die Verbrauchskosten im Verhältnis?

  • Wurden die geleisteten Vorauszahlungen berücksichtigt?




Mit einer einfachen Prüfung dieser Dinge lassen sich schnell unberechtigte Kosten aufdecken. Zudem können bei Unklarheiten konkrete Fragen an den Vermieter gestellt werden. So werden meist viel Stress und Ärger erspart, da eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema gewährleistet ist.

Dennoch gibt es Kosten, die in einer Abrechnung vom Hauseigentümer nichts zu suchen haben. Hierunter fallen beispielsweise Aufwendungen für die Verwaltung oder die Instandhaltung und die Sanierung. In der Betriebskostenabrechnung des Mieters dürfen diese nicht auftauchen. Jedoch bildet die echte Modernisierung hier eine Ausnahme. Wird der Wohnwert deutlich verbessert, muss der Mieter bis zu 11 Prozent per anno bezahlen. Ebenso dürfen Kosten nicht doppelt berechnet werden. Zahlt man bereits den Hausmeister, dürfen Mehrleistungen von diesem, wie die Gartenpflege oder die Reinigung der Treppen, nicht gesondert berechnet werden. Eine Reparatur der Heizungsanlage ist ebenfalls Sache des Vermieters. Die Wartung der Anlage hingegen nicht.



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