Nächstes Spitzenteam: Tigers bei Lausitzer Füchsen zu Gast

Sehr zufrieden sein durfte Petri Kujala mit den letzten Leistungen einer Mannschaft. Das stimmt ihn auch für den Auftritt bei den Lausitzer Füchsen zuversichtlich. Foto: Peter Kolb

WEIßWASSER/OBERLAUSITZ. Zum dritten Mal in Folge stehen die Bayreuth Tigers in der DEL2 einem Gegner aus der Spitzengruppe gegenüber. Nach dem Doppelsieg beim Tabellenführer Ravensburg Towerstars mit 3:2 und zuvor gegen den ESV Kaufbeuren (4.) mit 4:2 dürften sie sich aber von der Außenseiterrolle nicht einschüchtern lassen, wenn sie am Mittwoch um 19.30 Uhr bei den Lausitzer Füchsen auf den Tabellendritten treffen.





„Wir haben zuletzt gute Spiele gemacht, und daran wollen wir anknüpfen“, lässt Tigers-Trainer Petri Kujala das gestärkte Selbstvertrauen bei aller gewohnten Zurückhaltung doch zumindest durchblicken. Auch der letzte Auftritt in Weißwasser gibt Anlass zur Hoffnung, denn da setzten sich die Tigers überraschend mit 2:1 nach Penaltyschießen durch.

Beide Heimspiele gingen dagegen ohne Punktgewinn verloren, weil Schwächephasen die eigentlich vielversprechenden Ansätze zunichte machten. Beim frühen ersten Vergleich am vierten Spieltag (4:6) vergaben die Bayreuther eine 3:0-Führung nach dem ersten Drittel, und beim zweiten führten drei Gegentore innerhalb von viereinhalb Minuten des zweiten Drittels zur 2:4-Niederlage.



Dieses Duell liegt erst zwölf Tage zurück, so dass es ungewöhnlich schnell eine Gelegenheit zur Revanche gibt. Trotz der relativ frischen Erinnerungen sieht Kujala darin aber keine besonderen Voraussetzungen, auch wegen des derzeit sehr eng gedrängten Terminplans mit entsprechend wenig Zeit zur Vorbereitung auf die nächste Aufgabe: „Es kommt da hauptsächlich auf unser eigenes Spiel an.“ Der heutige Spieltag ist der sechste innerhalb von 13 Tagen, und bis zum Sonntag geht es im Zwei-Tage-Rhythmus weiter.

Beim Training gehe es unter diesen Vorzeichen ohnehin kaum um mehr als Regeneration. „Sehr wichtig war es für uns in dieser Phase, dass wir immer mit vier Reihen durchspielen konnten“, betont der Tigers-Coach. Daran soll sich auch in Weißwasser nichts ändern: „Alle haben das Programm über die Feiertage gesund überstanden.“




Beim zweitbesten Heimteam der Liga

Eine Ursache dafür, dass die Lausitzer Füchse nach der Playdown-Teilnahme in der Vorsaison derzeit beständig auf Kurs zur direkten Playoff-Qualifikation liegen, ist ihre Heimstärke. Im Vergleich der Heimbilanzen aller Mannschaften liegt das Team des kanadischen Trainers Corey Neilson mit 34 Punkten aus 16 Spielen an zweiter Stelle. Lediglich Spitzenreiter Ravensburg kann da noch einen Zähler mehr vorweisen. Außer der knappen Niederlage gegen Bayreuth gab es nur noch vier weitere, darunter eine nach Verlängerung. Dabei ist die Tendenz sogar noch steigend, denn bei den letzten sechs Spielen auf eigenem Eis gaben die Füchse keinen einzigen Zähler ab.

Erfolgreichster Stürmer der Lausitzer ist Jeff Hayes, der mit 13 Toren und 27 Assist auf Platz zwölf der Scorerliste liegt. Fast noch wertvoller ist aber die Verteilung der Offensivkraft auf Steve Saviano (13/18), Anders Eriksson (10/18) und Clark Breitkreuz (16/13) sowie die spielerischen Impulse von Verteidiger Chris Owens (7/21). Für Qualitäten in der Defensive spricht zudem das Unterzahlspiel, dessen Erfolgsquote von 86,2 Prozent lediglich von den Ravensburgern noch übertroffen wird.

Verbesserungsfähig ist dagegen das Powerplay der Füchse, das mit 17 Prozent auf Platz neun im Ligavergleich nur geringfügig mehr Tore einbringt als das der Tigers (15,6/10.). Auffällig sind dabei die acht Gegentreffer bei eigener Überzahl – kein Team hat mehr bekommen. Auch die Tigers erzielten beim ersten Treffen mit den Lausitzern ihr bisher einziges Unterzahltor.







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