Katastrophenalarm: DLRG Oberfranken rückt nach Traunstein ab

Foto: DLRG Bamberg

BAYREUTH/TRAUNSTEIN. Seit Tagen schneit es in vielen Regionen Bayerns fast ununterbrochen. Jetzt muss die Bundeswehr zu Einsätzen mit Kettenfahrzeugen ausrücken. Bäume fallen unter der schweren Last zusammen – bei München stirbt ein Bub. Vielerorts wurde der Katastrophenalarm ausgelöst. Am Freitagmorgen rückte auch die oberfränkische DLRG aus um zu helfen.





Bereits am Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr hat der DLRG Landesverband Bayern eine Vorabanfrage an die oberfränkischen Retter gestellt. Hier wurde dann schnell reagiert und erste Vorbereitungen getroffen. Gegen 22 Uhr wurde es dann ernst. Der Bezirk Oberfranken forderte die DLRG für den Einsatz in Traunstein an. Darunter Insgesamt 32 Mitglieder aus verschiedenen Ortsverbänden in Oberfranken. Auch Kräfte aus Weißenstadt, Marktredwitz, Oberkotzau, Bayreuth, Steinwiesen, Forchheim, Burgebrach und Bamberg. Am Freitagmorgen rückten sie von Bayreuth-Wolfsbach aus in den Einsatz ab.



Mit Blaulicht setzte sich die Kolonne über die A9 in Bewegung. Der Wasserrettungszug besteht mindestens aus einem Zugführer und einem Zugtruppfahrzeug. Außerdem zwei Wasserrettungsgruppen, bestehend aus jeweils einem Boot und einer Tauchgruppe. Die Kontingent-Alarmierung erfolgt sonst immer bei Hochwasser, unter anderem wenn Menschen und Tiere evakuiert werden müssen oder Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienste oder Stromversorger Unterstützung brauchen. So auch damals beim Einsatz in Deggendorf. Aktuell ist jedoch der Schnee das Problem.

Unterwegs nach Traunstein. Foto: DLRG Forchheim



Die Zentrale Einsatzleitung für Feuerwehr und Rettungsdienst in Sachen Katastrophenfall im Landkreis Traunstein befindet sich vor dem Landratsamt in Traunstein. Das berichtet das Traunsteiner Tagblatt. Heute um 7 Uhr morgens wurde eine aktuelle Krisenbesprechung vor dem Landratsamt abgehalten um weitere Einsätze zu koordinieren. Bei der Autobahnmeisterei Siegsdorf haben sich heute Morgen verschiedene Feuerwehren aus dem Ganzen Umland versammelt. Hier werden weitere Einsätze koordiniert, um Dächer im Landkreis schneefrei zu bekommen.

Gegen 12 Uhr sind die Katastrophenhelfer aus Oberfranken in Traunstein eingetroffen, sagte ein Sprecher der Forchheimer Wasserwacht.




Alle Schulen melden Unterrichtsausfall 

An ausnahmslos allen Schulen im Landkreis Traunstein entfällt der Unterricht bis einschließlich Mittwoch, 16. Januar 2019. Dies haben laut Traunsteiner Tagblatt das Staatliche Schulamt und die Katastrophenschutzbehörde am Landratsamt Traunstein gemeinsam entschieden. Grund ist, dass alle beteiligten Behörden und Einsatzkräfte derzeit die Sicherheit an Schulen und öffentlichen Gebäuden im gesamten Landkreis überprüfen. Hierzu zählt unter anderem die Sicherheit der Dächer.







Über Redaktion 17263 Artikel
Reporter24 - News. Aktuell. Nordbayern.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen