26. Februar 2020 - 08:55

In Haag: Ein Feuerwehrhaus für drei Feuerwehren

Foto: ©Tobias Arhelger/stock.adobe.com

HAAG/CREUSSEN. Erstmals im Landkreis werden drei Feuerwehren gemeindeübergreifend ein Feuerwehrhaus bauen. Konkret geht es um die Feuerwehren Großweiglareuth (Stadt Creußen) sowie Haag und Schreez in der benachbarten Gemeinde Haag. Neuer Standort soll in Haag auf einem Grundstück oberhalb des Bauhofes sein. Der Stadtrat Creußen muss dem noch zustimmen. 




Der Gemeinderat Haag beschloss nun einstimmig, ein gemeinsames Spritzenhaus zu bauen. „Alle drei Feuerwehren haben ihre Bereitschaft für das Vorhaben erklärt“, berichtete Bürgermeister Robert Pensel. Das bisherige Feuerwehrhaus in Großweiglareuth ist für das neue Einsatzfahrzeug, das gekauft werden soll, zu klein. Das Spritzenhaus in Haag ist marode, das Feuerwehrhaus in Unternschreez, das im Landjugendheim integriert ist, ist von der Ausstattung her nicht mehr auf dem neuesten Stand.

Die Regierung von Oberfranken habe bereits grünes Licht für den Grundstückskauf und die Planung gegeben, erläuterte Pensel. Kreisbrandrat Hermann Schreck habe keine Bedenken geäußert, dass bei dem neuen Standort die gesetzlichen Rettungsfristen nicht mehr eingehalten werden können.




Im neuen Feuerwehrhaus sollen drei Stellplätze, jeweils einer für die beteiligten Wehren, integriert werden. Am günstigsten sei ein gemeinsames Feuerwehrhaus, dies gelte auch für die Unterhaltskosten. Und Pensel sieht weitere Vorteile: In Haag und Schreez gebe es 21 junge Leute, die zur Feuerwehr gehen könnten. In Zukunft könne man sich hier eine gemeinsame Ausbildung vorstellen. Durch das gemeinsame Haus könne man sich wesentlich besser um den Nachwuchs kümmern. Wenn man einen Schulungs- und Besprechungsraum mit Laptop und Beamter habe, könne man junge Leute besser begeistern.

Der Kommandant der Feuerwehr Großweiglareuth, Gerhard Eichmüller, sagte als Zuhörer, selbst im allerschlechtesten Fall könne vom neuen Feuerwehrhaus in Haag aus die Rettungsfrist eingehalten werden. Marco Meyer, Kommandant der Haager Feuerwehr, bewertete die Pläne ebenfalls positiv: In Zukunft reiche ein Jugendwart aus, die Begeisterung für den Dienst werde wachsen, wenn mehr junge Leute dabei sind.




Über Kosten und Zuschüsse wurde in der Sitzung nicht gesprochen. Pensel sagte auf Anfrage, pro Stellplatz gebe es einen Zuschuss von 70.000 Euro plus zehn Prozent bei interkommunaler Zusammenarbeit, für drei Plätze also 231.000 Euro. Das Gerätehaus werde „mindestens eine Million Euro“ kosten, die Mittel würden in den neuen Haushalt eingestellt.

Der Grundstückskauf werde noch 2019 über die Bühne gehen, mit der Planung könne im Herbst 2019 begonnen werden. Fertigstellung werde dann 2021 sein. Von den Baukosten soll Creußen rund ein Drittel übernehmen, die Gemeinde Haag den Rest.







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